Liste der Schande: Googles Kampf gegen Trödelupdates für Android-Geräte

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Wann der erste Hersteller wohl Android N für seine Geräte fertig hat?
Wann der erste Hersteller wohl Android N für seine Geräte fertig hat?(© 2016 CURVED)

Google führt Buch darüber, wie viel Zeit sich die Hardware-Hersteller bei Android-Updates lassen. Und spielt nun mit dem Gedanken, diese Liste zu veröffentlichen.

Die letzte Preview zu Android N zeigt: Das neue Betriebssystem ist fast fertig, wurde von Google sogar als Beta bezeichnet, die man auch auf Alltagsgeräten installieren kann. Nur wenige Nutzer dürfte diese Meldung interessieren. Denn während Android N im Sommer auf die Nexus-Geräte kommt, steht den meisten Smartphones noch nicht einmal das Update auf die aktuelle Version 6.0.1 Marshmallow zur Verfügung. Das System ist bislang nur auf 7,5 Prozent aller Geräte installiert. Das sind zwar doppelt so viele wie im Vormonat, allerdings muss man auch bedenken, dass Top-Geräte wie das Samsung Galaxy S7 oder das HTC 10 ab Werk mit Marshmallow in Verkauf gehen und gehörig zu dieser Zahl beitragen.

Seit Jahren schon hängen die Hersteller hinterher, wenn des darum geht, ihre Geräte aktuell zu halten. Das ärgert besonders Nutzer, die für ein Spitzen-Smartphone viel Geld ausgeben und dann Monate und manchmal sogar vergebens auf ein Update warten. Wie Bloomberg berichtet, könnte sich das bald ändern. Denn seit einiger Zeit hat Google ein Auge darauf, wer sich die meiste Zeit damit lässt, Android auf seinen Geräten aktuell zu halten. Hardware-Partnern hat man diese Liste bereits zukommen lassen.

Die Liste der Schande

Schließlich ist man sich auch bei Google darüber im Klaren, dass die aktuelle Situation alles andere als optimal ist. Besonders, wenn man einen Blick auf die Zahlen bei Apple wirft. Dort sind mittlerweile 84 Prozent aller Nutzer bei der aktuellen iOS-Version angekommen. "Es ist nicht die ideale Situation", sagte Android-Chef Hiroshi Lockheimer laut Bloomberg auf der Google I/O. Deswegen diskutiere man gerade intern, ob man die Liste veröffentlichen soll. Die Folgen wären nicht nur erhöhter Druck, sondern auch Image-Verluste für die Hersteller, ausbleibende Kunden inklusive. Wer kauft sich schon ein Smartphone, wenn man weiß, dass der Hersteller beim Nachliefern aktueller Software schludert?

Um den Prozess zu vereinfachen und möglichst vielen Nutzern das selbe Erlebnis zu bieten, ist Google mittlerweile soweit, dass die Entwickler neue Dienste wie Android Instant Apps nicht nur fürs neue System anbieten, sondern gleich für sämtliche Versionen rückwärts bis 2012, sprich Android 4.1 Jelly Bean. Immerhin beim Thema Sicherheit gibt es kleine Lichtblicke. Hier arbeitet Google mit einigen Partnern zusammen, um monatlich Patches zu liefern.


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