LTE: Köln bekommt schnelles Internet

Köln ist die erste deutsche Stadt, in der man mit der Long Term Evolution (LTE)-Technik mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen kann. Die Telekom hat in der Stadt am Rhein das erste deutsche LTE-Netz gestartet. Hundert weitere Großstädte sollen bald folgen.

Rund ein Jahr nach der Versteigerung der Lizenzen beginnt die Telekom jetzt mit dem Ausbau in Städten. In Berlin hat bereits die Konkurrenz aus dem Hause Vodafone das erste LTE-Netz in einer Großstadt gestartet. Vorrang hatte beim Hochgeschwindigkeits-Internet der ländliche Raum. Diese Auflage gab es von der Bundesregierung bereits bei der Versteigerung der Lizenzen. Mit dem Ausbau des LTE-Netzes in Großstädten beginnt nun die zweite Phase beim Ausbau des Mobilfunks der vierten Generation.

Mit LTE soll das Surfen noch deutlich schneller werden. Bis zu 100 Megabits pro Sekunde sind möglich, zumindest theoretisch. Die Telekom erklärte aber, dass die Praxis anders aussieht und diese Geschwindigkeiten kaum erreicht werden könnten, wohl nicht einmal annähernd. Dennoch sei das Surfen mit dem Mobilfunkstandard LTE noch deutlich schneller als mit UMTS.

Die Aufrüstung der Datennetze ist dringen nötig. Denn das Datenvolumen, das im deutschen Mobilfunknetz übertragen wird, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Und mit steigenden Zahlen an Smartphones und Tablets wird es auch weiter steigen. Telekom Vorstandschef René Obermann beziffert den Faktor, um den das Datenvolumen im Mobilfunk bis 2013 ansteigt auf das 60fache.

In Köln hat die Telekom rund 120 km Glasfaserkabel verlegt und 100 Basisstationen eingerichtet, über die der schnelle Internetzugang möglich ist. Als Investitionssumme werden 5 Millionen Euro genannt.