LTE: Mobilfunkunternehmen beschweren sich über Bundesnetzagentur

Mobilfunkunternehmen in Deutschland werfen der Bundesnetzagentur vor, den Ausbau des neuen Datenübertragungsstandards LTE durch lange Genehmigungszeiten zu verzögern. Wie heise online berichtet, würden aktuell etwa 10.000 Anträge für neue Richtfunkstrecken auf ihre Bearbeitung durch die Mitarbeiter der Bundesnetzagentur warten.

Fast die Hälfte der ausstehenden Genehmigungen seien durch Vodafone eingereicht worden - mehr als 4700 Stück. Die Bundesnetzagentur hatte angekündigt, auf die Umstände zu reagieren.

Netzagentur will zusätzlich Personal einsetzen

Das Gesetz sieht eine Frist zur Bearbeitung der Anträge von sechs Wochen vor. In der Realität müsste man teilweise 22 Wochen Wartezeit einplanen.Tausende LTE-Basisstationen könnten scheinbar bereits zum Einsatz kommen, wenn die erforderliche Bestätigung der Bundesnetzagentur erfolgt sei.

"Der Prozess ist so mühsam, als würde man einen Fußballplatz mit der Nagelschere mähen", erklärte Thomas Ellerbeck, Mitglied der Vodafone-Geschäftsleitung, gegenüber dem "Spiegel".

Wie n-tv schreibt, habe die Bundesnetzagentur im August erklärt, sie würde zusätzliches Personal einsetzen.