Lustiges Taschenbuch - Kindheitserinnerungen als App

Während der NSA-Skandal aufkam, haben viele von uns zahlreiche Hintergrund-Informationen zum Ausmaß der Spionage-Aktivitäten des amerikanischen Geheimdienstes gelesen. Dabei stieß ich auch auf die Lustige Taschenbuch-Ausgabe 449 Winterzeit, die das Thema NSA bereits in ihren Geschichten aufgenommen hatte. Kurzerhand wollte ich das Heft kaufen und fand mich auf der Seite der Lustigen Taschenbücher wieder, wo ich dann erfuhr, dass es die Taschenbücher mittlerweile auch als App gibt. Ein wenig euphorisch sah ich mich schon auf dem iPad durch das E-Book meiner Helden von Entenhausen blättern. Die App dazu möchte ich kurz vorstellen, die ich natürlich mit der Ausgabe 449 getestet habe.

Was kann die App?

Wer öfter Magazine oder Zeitungen wie Die Zeit, National Geographic oder FAZ auf einem Tablet liest, wird sich hier schnell heimisch fühlen. Auf der Startseite unter Shop kann ich die Ausgaben ab August 2012 für jeweils 4,49€ herunterladen. Weitere Ausgaben aus früheren Jahren sind nicht zu erwerben und müssen online bestellt werden. Die in der App gekaufte Ausgabe befindet sich dann entweder in Meine Sammlung oder liegt als gekauft markiert weiterhin im Shop. Die Ausgabe kann dann nach dem Öffnen wie eine PDF gelesen werden. Durch Wischen nach rechts oder links, komme ich auf den jeweiligen Seiten weiter und blättere mich durch das "E-Book". Eine animierte Anwendung gibt es nicht.

Ein wenig vermisse ich auch ein Menü, was mich durch Verlinkung zu den jeweiligen Geschichten bringt, wie ich es aus iBooks kenne. So ruckelt es alles ein wenig und man springt schnell unverhofft durch die Ausgabe. Auch fehlt eine Möglichkeit um Lesezeichen zu setzen. So wird die App leider nur einem PDF-Reader mit angepassten Design gerecht, ein wirkliches E-Book oder E-Paper ist das leider nicht. Dafür sind Die E-Paper Ausgaben gegenüber dem physischen Heft um 1€ günstiger, können aber dafür nicht getauscht werden, was bei E-Books generell ein Problem ist und damit ein wenig den Charme von physischen Büchern nimmt.

Fazit

Ich bin grundlegend skeptisch gegenüber E-Paper-Ausgaben von Magazinen, da mich bisher die nur wenige E-Paper wirklich überzeugt haben. Das Lustige Taschenbuch hat es nicht. Jenes liegt natürlich an der fehlenden Haptik und am Aufbau des E-Papers, das oftmals keinen Spaß macht zu bedienen. Die App von den Lustigen Taschenbüchern aus Entenhausen hat seinen Zweck erfüllt und ich konnte die Geschichte über die NSA lesen, die im Buch übrigens ausgeschrieben für Nasweiser, Spicker und Ausspecht steht. Für regelmäßigen Genuss der Hefte würde ich aber weiterhin die physischen Ausgaben aus dem gut sortierten Presse- und Zeitungsladen bevorzugen.

Verfügbar ist die App nur iOS-Geräte ab Version 5.0 oder neuer. Für Android und andere Plattformen gibt es die App leider nicht.