Lutea 3 Test - Spitzenklasse zum Einstiegspreis?

Base Lutea 3 im Praxistest

Als ich das Angebot bekam, das BASE Lutea 3 zu testen, war ich sofort Feuer und Flamme. Nichts ist spannender als das Unboxing eines brandneuen Smartphones und der anschließende erste Eindruck. Die erste Überraschung folgte für mich dann auch gleich beim Auspacken: Das BASE Lutea 3 wird, anders als seine Vorgänger, nicht mehr von ZTE, sondern von Alcatel gefertigt.

Verarbeitungsqualität

Das macht sich auch direkt in der Verarbeitung bemerkbar. Im Gegensatz zu seinen ZTE-Vorgängern, die sich eher an Einsteiger mit kleinem Geldbeutel richteten, ist das BASE Lutea 3 deutlich hochwertiger verarbeitet. Man hat nicht mehr das "Plastikbomber"-Gefühl. Der Akkudeckel ist mit einem weichen Kunststoff überzogen, welches extrem wertig wirkt. Das BASE Lutea 3 braucht hier den Vergleich zum Samsung Galaxy S3 nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Das Lutea 3 wirkt deutlich besser verarbeitet. Das Gewicht von 146 Gramm verstärkt den qualitativen Eindruck noch. Man hat fast das Gefühl, ein HTC in den Händen zu halten.

Ausstattung

Das BASE Lutea 3 wird mit einem Netzteil, Datenkabel, Headset sowie einer 4-GB-Speicherkarte ausgeliefert. Der 1 GHz starke Dualcore-Prozessor hat ausreichend Kraft, um mit dem vorinstallierten Android 4.0.4 fertig zu werden. Der Prozessor wird von 1 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Mehr RAM können auch die derzeitigen Flaggschiffe von Samsung, HTC und Apple nicht vorweisen. Außerdem mit an Bord sind unter anderem eine Kamera mit 8 Megapixel Auflösung und die neue Technologie NFC.

Des Weiteren fallen die vielen vorinstallierte Apps wie Barcodescanner, Antivirus, Apps on SD, BASE Apps, Chrome Browser, Office Suite (kann Word, Excel und Powerpoint darstellen), Ringdroid, Shazam usw. auf. Hier hat BASE ordentlich was reingepackt. Auch der interne Speicher von 4 GB ist positiv anzumerken.

Display

Wie beim Vorgängermodell dient ein großes 4,3"-LCD-Display mit 800 x 480 Pixeln als Arbeitsmittel. Das Display verfügt über eine gute Farbwiedergabe. Internetseiten werden komplett dargestellt und können dank des üppigen Displays auch problemlos gelesen werden, ohne dass man ständig zoomen muss, wie beispielweise beim iPhone 4. Das Display selbst wirkt ein wenig pixelig. Bedenkt man den Preis des BASE Lutea 3 von gerade mal 199 €, ist das Display aber mehr als nur sein Geld wert.

Screenshot Startbildschirm       Screenshot Internet Darstellung

 

 

Der Testalltag

Genau wie mein iPhone 5 habe ich das BASE Lutea 3 jeden Tag mit dabei. Es muss sich also den gleichen Herausforderungen stellen wie das Oberklassemodell von Apple. Besonders gut gefällt mir, das Alcatel und BASE nicht am Betriebssystem (Android 4.0.4) herumgespielt haben wie HTC und Samsung, sondern die Originalsoftware von Google verwendet wird, die auch bei den Nexus-Modellen im Einsatz ist.

Muss man sich der Einrichtung eines neuen Samsung Galaxy S3 erst eine neue Tastatur herunterladen, wenn man via Whatsapp diktieren will, so kann man mit dem BASE Lutea 3 gleich unkompliziert loslegen. Eine vorinstallierte Sprachsteuerung konnte ich nicht finden, aber mit AIVC (Alice) steht die beste Android-Sprachsteuerung im Google Play Store zum kostenlosen Download bereit.

Wer den guten Empfang bei den früheren Alcatelgeräten zu schätzen wusste, der wird auch am BASE Lutea 3 Gefallen finden. Weder das Samsung Galaxy S3 meiner Freundin, noch mein iPhone 5 konnten bezüglich der Empfangs- und Gesprächsqualität mithalten.

Die Handhabe geht durch das unveränderte Android recht problemlos vonstatten. Mitunter ruckelt das Bild etwas beim Scrollen. Das stört aber keineswegs. Die Kamera liefert bei guten Lichtverhältnissen durchaus gute Bilder. Bei bedecktem Himmel oder in Bars kommt die Kamera dagegen schnell an seine Grenzen. Die Bilder bleiben zwar scharf, wirken aber zeitweise etwas verwaschen. Allerdings gibt es hier eine Abhilfe in Form eines guten LED-Blitzes. Die Instagram-App holt hier noch einiges raus. Die Kamera macht insgesamt einen durchschnittlichen Eindruck. Fairerweise muss man wieder den Preis des Gerätes betonen. Die iPhone-5-Bilder sind bei bedecktem Himmel und in Bars wegen des extrem hohen Bildrauschens nicht wirklich besser.

 

Kamera bei gutem Wetter                                                    Kamera bei Regenwetter

 

Meine Kollegen haben (so werden es die meisten empfinden wollen) Äpfel mit Birnen verglichen in dem sie das Lutea 3 gegen das iPhone 5 antreten liessen. Oder doch nicht? Seht selbst!

Zusammenfassung

Positiv fiel mir auf:

  • sehr gute Verarbeitung
  • großer 1800 mAh Akku
  • viel Zusatzsoftware
  • Bedienung
  • flotte Performance dank 1 GHz Dualcore
  • webtaugliches Display mit 4,3"
  • schnelles Internet mit HSPA

Weniger überzeugt hat:

  • Hell/Dunkel Kontraste der Kamera

Fazit

Für lediglich 199 € ist das BASE Lutea 3 ein echtes Schnäppchen. Vergleicht man andere Smartphones in dieser Preisklasse, so findet man überwiegend Kompromisse. Entweder wird an der Verarbeitung gespart oder an Technik und Ausstattung. Das BASE Lutea 3 ist ein gut gelungenes Smartphone und verdient daher den Preis/Leistungstipp.