So viel iPhone steckt jetzt im MacBook

Nicht nur unter Fotografen beliebt: Apples MacBook-Pro-Reihe
Nicht nur unter Fotografen beliebt: Apples MacBook-Pro-Reihe(© 2020 Apple)

Das wohl letzte Apple Event 2020 ist Vergangenheit und wie erwartet standen neue MacBooks im Mittelpunkt – und irgendwie auch das iPhone. Denn Apples neue Rechner haben einiges mit dem Smartphone gemein.

Vorgestellt hat Apple die Neuauflagen des MacBook Pro 13, MacBook Air 13 und Mac mini. Und dieses Jahr heißt "neu" auch wirklich neu. Denn die Computer haben ein neues Herzstück erhalten: Apples M1-Chip. Der ist wie der A14 Bionic aus dem iPhone 12 nach dem 5-nm-Verfahren gefertigt und arbeitet laut Apple hocheffizient.

Das kann der iPhone-Chip für den Mac

Der M1 soll die Premium-Laptops ähnlich ausdauernd machen wie das iPhone 12. Beim MacBook Air 13 verlängere sich die Akkulaufzeit bei der Wiedergabe von Videos etwa um ganze sechs Stunden – genauer gesagt von 12 auf 18 Stunden. Beim Surfen soll der M1 euch 4 zusätzliche Stunden bescheren. Zudem sei der Chip so effizient, dass das MacBook Air keinen Lüfter benötige.

Das MacBook Air 2020 ist eine echter Dauerläufer

Das MacBook Pro 13 wiederum besitzt eine solche Kühlung, um dem M1 die maximale Leistung zu entlocken. Dass Apple den ARM-Chip auch in seinem Pro-Modell einsetzt, zeigt, wie ernst der Hersteller es mit dem M1 meint – und wozu dieser in der Lage ist.

Das MacBook Pro 13 (2020) mit M1 Chip(© 2020 Apple)

Apple verspricht eine große Leistungssteigerung gegenüber den bisher verwendeten Intel-Prozessoren. Das MacBook 13 sei 2,8-mal schneller als sein Vorgängermodell, die Grafik-Leistung sogar bis zu 5-mal so hoch. Aber: Die High-End-Konfiguration des MacBook Pro 13 hat Apple noch nicht mit dem M1 ausgestattet. Hier kommen weiterhin Intel-Chips zum Einsatz.

iPhone-Apps laufen jetzt auf dem MacBook

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den neuen Macs und dem iPhone 12: Sowohl auf den neuen Rechnern als auch auf Apples Smartphones laufen iOS-Apps. Tatsächlich sollen viele iPhone- und iPad-Apps ohne nennenswerte Anpassungen direkt auf den neuen MacBooks und dem Mac mini laufen – Plug & Play sozusagen.

Auch der Mac mini 2020 spielt iPhone-Apps ab(© 2020 Apple)

Wie gut das Nutzererlebnis von iPhone-Apps auf dem Mac ist, bleibt allerdings abzuwarten. Schließlich sind die Anwendungen eigentlich für die Bedienung per Touch-Screen gestaltet – und einen solchen bringt auch 2020 keines der MacBooks mit. Eine Lösung für dieser Problem wäre eine Portierung der iOS-Apps, die für Entwickler mit relativ geringem Aufwand durchführbar sei.

Darum solltet ihr mit dem Kauf warten

Zur Kompatibilität des M1-Chips äußert sich Apple folgendermaßen: "Sämtliche Mac-Software von Apple ist jetzt im Universal Format und läuft nativ auf M1 Systemen. Vorhandene Mac Apps, die nicht auf das Universal Format aktualisiert wurden, funktionieren trotzdem nahtlos mit der Rosetta 2 Technologie von Apple. "

Für Intel-Chips entwickelte Programme laufen auf den neuen MacBooks aber wohl erst nach einer entsprechenden Anpassung optimal. Die vor allem unter Designern beliebten Adobe-Programme stehen aktuell noch nicht in dieser Form für die neuen Macs zur Verfügung. Lightroom soll im Dezember erscheinen, Photoshop Anfang 2021.

Andere Entwickler werden höchstwahrscheinlich nachziehen, garantiert ist das aber nicht. Von daher empfiehlt es sich wohl mit dem Kauf einen M1-Macs noch ein wenig zu warten, bis wir ein klarere Vorstellung davon haben, wie gut die Software-Versorgung generell ist.

MacBook Pro und Air: Preise und Verfügbarkeit

Apple nimmt ab sofort Vorbestellungen für alle vorgestellten neuen Geräte entgegen. Die Auslieferung erfolgt nächste Woche. Dann sollen die Computer auch in der Regalen der Händler stehen. Am 12. November findet außerdem der Release von macOS Big Sur statt. Die neue Version des Betriebssystems soll das Maximum aus dem M1-Chip herausholen.

Die Preise für die MacBook Pro (2020), MacBook Air (2020) und den Mac mini sehen wie folgt aus:

  • MacBook Pro 13: ab 1.100,50 Euro
  • MacBook Air: ab 1.412,45 Euro
  • Mac mini: ab 778,85 Euro

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