Macht Google bald entfernte Suchergebnisse kenntlich?

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Google muss sich an die EU-Gesetze halten und bietet daher seit Mai ein Antragsformular zur Löschung heikler Suchergebnisse an
Google muss sich an die EU-Gesetze halten und bietet daher seit Mai ein Antragsformular zur Löschung heikler Suchergebnisse an(© 2014 CC: Flickr/runJMrun)

Google bietet es gemäß dem Europäischen Datenschutzgesetz an, auf Antrag Suchergebnisse zu entfernen, die auf Webseiten Dritter verweisen, die sensible Daten zur eigenen Person beinhalten. Wie Caschys Blog berichtet, soll Google nun aber darüber nachdenken, Informationen zu den zensierten Suchanfragen in den Ergebnissen anzuzeigen.

Wenn Suchergebnisse sensible Daten über die eigene Person zu Tage bringen, dann haben Europäer die Möglichkeit, bei Google einen Antrag auf Löschung dieser Ergebnisse einzureichen. Seitdem im Mai das entsprechende Formular dazu eingerichtet wurde, sollen bei Google bereits 41.000 Anfragen solcher Art eingegangen sein und offenbar ist Google mit der einfachen Löschung der Daten noch nicht ganz zufrieden.

Nach den Informationen von Caschys Blog soll Google nämlich planen, die zensierten Ergebnisse in Zukunft nicht mehr einfach wegzulassen. Stattdessen sollen Hintergrundinformationen über den gelöschten Eintrag angezeigt werden, die Aufschluss darüber geben, wieso die Ergebnisliste an dieser Stelle zensiert wurde.

Zensur-Hinweis wie bei der Löschung aufgrund von Copyright-Beschwerden

Das Ergebnis dürfte dann den Fällen ähneln, in denen Ergebnisse aufgrund anderer gesetzlicher Regelungen ausgespart werden. Ein gutes Beispiel ist hier zum Beispiel die Löschung aufgrund von Urheberrechtsverletzungen, bei denen Google anstatt des jeweiligen Suchergebnisses den Grund der Löschung anführt und auf die detaillierte Beschwerde verlinkt.


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