macOS Mojave ist fertig: Das sind die Neuheiten des Betriebssystems

Der Hintergrund vom macOS Mojave passt sich der Tageszeit an.
Der Hintergrund vom macOS Mojave passt sich der Tageszeit an.(© 2018 CURVED)

Nach knapp drei Monaten Testzeit ist die finale Version von macOS Mojave fertig und steht ab dem 24. September zum Download bereit. Wir zeigen euch die wichtigsten neuen Funktionen des Betriebssystems von Apple.

Mojave ist die fünfzehnte macOS -Version in der Apple-Geschichte und hat neben vielen kleineren Verbesserungen, die vor allem das Handling von Dateien betreffen, eine besonders auffällige Veränderung im Design am Start.

Licht aus auf dem Desktop

Im sogenannten Darkmode kann man dem kompletten Desktop einen schwarzen Anstrich geben. In der Vergangenheit waren es vor allem die Entwickler, die ein Faible für eine dunkle Arbeitsumgebung mitbrachten, nun kann also auch Otto Normaluser den virtuellen Schreibtisch etwas schummriger gestalten. Ob diese Einstellung letztlich auch augenfreundlicher ist, bleibt allerdings fraglich, in erster Linie haben wir es hier mit einer Designanpassung zu tun.

Apple hat bereits viele seiner hauseigenen Apps für den Dark Mode neu gestaltet, damit sich allerdings auch die Anwendungen anderer Anbieter ins Erscheinungsbild einpassen, müssen deren Designer selber Hand anlegen, sonst sitzen wir am Ende vor einem Durcheinander aus Schwarz und Weiß. Ein weiteres Design-Gimmick, welches das Betriebssystem mitbringt: Der Desktop-Hintergrund richtet sich nach der Tageszeit, tagsüber ist er also hell, abends wird in der kalifornischen Mojave-Wüste das Licht ausgeknipst. Weitere dieser dynamischen Hintergründe sollen folgen.

Darkmode: Der Finder findet auch im Dunkeln alle wichtigen und unwichtigen Dateien.(© 2018 CURVED)

Mehr Möglichkeiten für Screenshots

Neben solchen Hinguckern kommt Apple aber auch mit einer Reihe von praktischen Verbesserungen um die Ecke. So gab es bisher auf Apples Rechnern lediglich zwei Möglichkeiten um Screenshots aufzunehmen: Per Shift-Command-3, um einen Schnappschuss des gesamten Bildschirms zu erstellen, und Shift-Command-4, um mit einem flexiblen Auswahlrahmen zu arbeiten. Mit Mojave kommt nun eine dritte Tastenkombination ins Spiel: Shift-Command-5 öffnet ein kleines Menü mit insgesamt fünf Optionen.

Neben den beiden bekannten Funktionen gibt es nun auch die Möglichkeit, ein geöffnetes App-Fenster aufzunehmen. Zudem kann man nun auch Videos eines Bildschirmausschnitts oder des ganzen Screens mitschneiden - super hilfreich, wenn man Anleitungen oder Tutorials verfassen möchte. Ziemlich praktisch ist auch die Timer-Funktion, die einen Screenshot nach fünf oder zehn Sekunden automatisch erstellt. Und auch einige Bearbeitungsoptionen hat Apple integriert: Man kann das Bildschirmfoto drehen, die Aufnahme zurechtschneiden, im Screenshot zeichnen und Text ergänzen.

Mit dem Befehl Command-Shift-5 legt sich ein Auswahlrahmen über den Desktop an dessen untere Ende sich in horizontaler Reihe die fünf Menüoptionen finden.(© 2018 CURVED)

Stapelweise Ordnung mit Stacks

Für die Ansicht und Bearbeitung vieler Dateitypen hat Apple einiges an neuen Funktionen aus dem Hut gezaubert. Da wäre zunächst einmal die Sortierung in Stapel, in Stacks.

Das Betriebssystem sortiert Bilder, Dokumente, Tabellen, PDFs et cetera auf dem Desktop wahlweise nach Dateityp, nach Datum, aber auch spezifischen Metadaten. Mit einem Klick auf den Stapel kann man die Dateisammlung auf dem Schreibtisch ausbreiten und auch wieder einsammeln - schön, wenn es in der analogen Welt auch so einfach wäre.

Auch dem guten alten Finder hat Apple Funktionen spendiert, die es bisher nur in externen Tools gab. Neu ist beispielsweise die Galerieansicht: Diese zeigt ein gewähltes Bild in der Großansicht, alle weiteren säumen als Thumbnails den unteren Bildschirmrand. Zur Erinnerung: Für eine Großansicht muß man unter High Sierra jede Datei einzeln in der Vorschau öffnen.

Neu ist auch das Informationsfenster, das sich beim Klick auf eine Datei öffnet und rechts auf dem Bildschirm eine Spalte mit Detailinformationen anzeigt. Unter High Sierra gab es hier lediglich die Basisinfos zu sehen. Die neue Detailinfo zeigt bei Fotos beispielsweise das Kameramodell und die Auflösung an, bei PDF-Dokumenten unter anderem Seitenanzahl und Versionsnummer.

Dateien lassen sich wesentlich einfacher bearbeiten

Das Vorschaufenster “Quick Look” zeigt aber nicht nur Informationen an, man kann die angezeigte Datei auch bearbeiten, ohne dafür eine separate App zu öffnen. Mit einem Klick auf die Leertaste oder wahlweise auf das Symbol “Markup” öffnet sich eine ganze Toolpalette mit rund zehn der gebräuchlichsten Werkzeuge: Auswahlwerkzeug, Farbpalette, Textfeld, Textformat, Zeichenstift und andere. Zudem kann man PDFs markieren und signieren, Video- und Audioclips trimmen et cetera. Auch können Nutzer weitere Aktionen auch von externen Anwendungen verknüpfen.

Toolpalette ratzfatz zur Hand: In Mojave lassen sich Dateien komfortabel vom Finder aus bearbeiten(© 2018 CURVED)

Apropos Verknüpfen: Mit der Continuity-Funktion wachsen in Mojave macOS und iOS weiter zusammen. So ist es nun nicht nur möglich, am iPhone eingehende Anrufe am Mac entgegenzunehmen, mit der Continuity Camera kann man Fotos mit dem iPhone aufnehmen und direkt auf dem Mac importieren, beispielsweise um Fotos oder Scans automatisch in ein Dokument zu integrieren.

macOS und iOS wachsen stärker zusammen

Die Anforderungen, damit das auch funktioniert, sind relativ easy: Auf dem iOS-Gerät muss iOS 12 laufen und ihr müsst auf beiden Geräten mit derselben Apple ID und im selben WLAN unterwegs sein. Aktuell arbeitet Continuity Camera mit Apple Anwendungen wie Notes, TextEdit, Mail. Pages und Keynote. Daneben bringt Apple in Mojave auch einige iOS-Apps Apps auf den Desktop, beispielsweise die News-App, die Aktien-App Stocks und die Sprachmemos, wobei in Deutschland die News-App (noch) nicht zur Verfügung steht.

Zum Schluß noch ein wichtiges Thema: Sicherheit und Privatsphäre. Kamera und Mikrofon beispielsweise dürfen von Apps nur noch verwendet werden, wenn ihr deren Anfrage autorisiert. Ebenso können Apps von Drittanbietern erst nach Eurer Freigabe auf persönliche auf Daten wie den E-Mail-Verlauf oder die den Verlauf der Nachrichten-App zugreifen. Zudem erschwert Safari zukünftig Tracking-Aktivitäten, indem Safari in der Grundeisntellung Like- und Teilen-Buttons sowie Kommentar-Widgets von sozialen Netzwerken blockiert.

Diese Geräte bekommen das Update

macOS High Sierra steht ab sofort zum kostenlosen Download im Mac App Store zur Verfügung und unterstützt die folgenden Modelle:

  • MacBook von Anfang 2015 oder neuer
  • MacBook Air von Mitte 2012 oder neuer
  • MacBook Pro von Mitte 2012 oder neuer
  • Mac mini von Ende 2012 oder neuer
  • iMac von Ende 2012 oder neuer
  • alle iMac Pro-Modelle
  • Mac Pro von Ende 2013 sowie Modelle von Mitte 2010 oder Mitte 2012 mit empfohlenem Metal-fähigen Grafikprozessor

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