macOS Mojave: Sicherheitslücke gefährdet offenbar eure Daten

macOS Mojave ist seit Ende September 2018 verfügbar
macOS Mojave ist seit Ende September 2018 verfügbar(© 2018 CURVED)

Die neuste Version von Apples Betriebssystem für Macs beziehungsweise MacBooks steht seit Kurzem zum Download bereit. macOS Mojave bringt offenbar nicht nur neue Features auf euren Computer, sondern enthält auch eine beunruhigende Sicherheitslücke.

Sicherheitsforscher und Hacker Patrick Wardle hat kurz nach dem Launch von macOS Mojave ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie man das Adressbuch eines Nutzers auslesen kann. Wie ihr in dem knapp eine Minute langen Clip sehen könnt, funktioniert dies zwar nicht auf Anhieb. Doch wirklich anstrengen muss sich der Computer-Experte offenbar nicht, um das komplette Adressbuch zu kopieren und die Adresse eines Kontaktes herauszufinden.

Adressbuch lässt sich kopieren

Gegenüber BleepingComputer erklärt Patrick Wardle, wie er die Sicherheitsmechanismen in macOS Mojave umgehen konnte. Er habe dafür eine nicht autorisierte App verwendet. Diese hatte also nicht einmal Administrator-Rechte. "Ich habe einen trivialen, aber zu 100 Prozent ausnutzbaren Fehler in ihrer Implementation [der Sicherheitsmechanismen] gefunden", sagt der Sicherheitsforscher.

Dieser Fehler erlaubt es Anwendungen angeblich, das neue Sicherheitssystem von macOS Mojave zu umgehen und ohne Autorisierung auf vertrauliche Daten zuzugreifen. Allerdings sei der Exploit nicht für alle neuen Sicherheitsfeatures anwendbar und "Hardware-basierte Komponenten" wie etwa Webcams seien davon nicht betroffen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wardle eine Schwachstelle in Apples Betriebssystem entdeckt, denn genau darauf hat er sich spezialisiert. Die technischen Details zu seinem Hack will er erst einmal für sich behalten – bis zu einer von ihm organisierten Konferenz zur Sicherheit von Macs, die im November 2018 stattfindet.

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