macOS Mojave vorgestellt: Jetzt wird's dunkel auf dem Mac

Das neue Betriebssystem für MacBooks heißt
Das neue Betriebssystem für MacBooks heißt (© 2018 Apple)

Auf der WWDC hat Apple einen Ausblick auf das kommende macOS Mojave gegeben. Unter anderem sorgt das neue Betriebssystem dafür, dass es auf dem iMac demnächst auf Wunsch düster wird. Aber die Software kann noch mehr.

Dass Apple macOS 10.14 zur eignen Entwicklerkonferenz WWDC vorstellen würde, stand außer Frage. Der Name blieb im Vorfeld aber ein Geheimnis. Erst während der Keynote ließ Apples Software-Chef Craig Federighi die Katze aus dem Sack: Das neue Betriebssystem hört auf den Namen macOS Mojave. Von den Bergen geht es also in die Wüste. Dort sei es laut Federighi "ganz anders, aber trotzdem schön" – besonders bei Nacht.

macOS Mojave kommt mit einem Darkmode und mehr Ordnung

Die Anspielung war natürlich kein Zufall: Eine der größten Neuheiten von macOS ist der Dark Mode. Das heißt: Fenster, Rahmen und Schaltflächen werden auf Wunsch in Majove in Schwarz dargestellt. Das soll besonders Entwicklern und kreativen Köpfen künftig ein Vorteil sein. Bei beiden Nutzergruppen kann es übrigens auch schon mal passieren, dass der Desktop durch zu viele Dateien aller Art chaotisch und unübersichtlich aussieht.

Auch dafür liefert Apple in Mojave eine Lösung: Ihr könnt Dateien einfach zu Haufen anordnen und in eine Ecke verschieben. Dadurch wirkt der Desktop wesentlich ordentlicher. Auf Wunsch könnt ihr euch auch eine Vorschau der gesammelten Dateien geben lassen. Ebenfalls für mehr Übersicht soll ein neuer Vorschaumodus sorgen. Der zeigt Bilder und Dokumente deutlich größer an als vorher. Der Vorteil: Ihr könnt die Dateien, zum Beispiel Bilder, direkt bearbeiten.

macOS Mojave kommt mit Darkmode.(© 2018 Apple)

Verbesserte Vorschaumöglichkeiten

Mit der Vorschauversion QuickLook bekommt ihr neue Möglichkeiten, mit Dateien zu interagieren. Ihr könnt euch zum Beispiel eine Vorschau eines Videos anzeigen lassen und direkt Änderungen an dem Clip vornehmen. Das funktioniert natürlich auch bei Bildern und Dokumenten.

Ebenfalls neu: Für Screenshots gibt es ein eigenes Tool, das mehr Möglichkeiten bietet. Ihr könnt die althergebrachten Methoden, etwa "ganzer Bildschirm" dort aussuchen, ein Bildschirmfoto aufnehmen und direkt bearbeiten. In Majove funktioniert das auch mit Bildschirmvideos.

Neue Tools und Apps

Außerdem arbeiten der Mac und das iPhone mit Majove besser zusammen. So habt ihr zum Beispiel in Keynote die Möglichkeit, die Kamera des iPhones zu aktiveren und ein Dokument zu scannen oder ein Selfie aufzunehmen und direkt ins Doc einzubauen. Ganz schön praktisch.

Die Home-App kommt auf den Mac.(© 2018 Apple)

Zwei neue Apps, die Apple auf den Mac bringt, gibt es schon länger für die iPhones: News und Aktien versorgen euch jetzt auch am Computer mit Neuigkeiten aus diversen Nachrichtenquellen und zum Aktienmarkt. Auch die Sprachaufnahme schafft es in Mojave. Ihr könnt nicht nur Sprachnachrichten direkt aufnehmen, sondern direkt in GarageBand benutzen. Last but not least könnt ihr dank der Home-App künftig auch Smarthome-Geräte vom Mac aus steuern. Bei allen vier neuen Anwendungen handelt es sich übrigens um leicht angepasste iOS-Apps. Außerdem könnt ihr auch auf dem Mac die neuen Gruppenanrufe in FaceTime nutzen.

Mehr Sicherheit – auch im Netz

Auch Sicherheit spielt 2018 in macOS eine große Rolle bei Apple. So fragen Apps jetzt wie bei iOS, auf welche Daten sie zugreifen dürfen. Apple macht das am Beispiel von Evernote fest: "Evernote möchte Deinen momentanen Aufenthaltsort verwenden." Ob die App das darf oder nicht, entscheidet ihr.

Auch im Internet ist das der Fall. Safari warnt euch nun beim Surfen auch, wenn ein Webdienst Daten von euch sammeln will, wenn ihr gar nicht mehr auf dessen Seite unterwegs seid und spielt eine Warnung aus. Mojave gibt außerdem nur eine vereinfachte Systemkonfiguration aus. Das macht es Webseiten schwerer, euren Computer zu identifizieren.

Der neue App Store in macOS Mojave.(© 2018 Apple)

Zuletzt hat Apple noch den App Store von macOS Mojave komplett neu gestaltet und deutlich mehr an das Pendant auf dem iPhone und iPad angelehnt. So gibt es zum Beispiel einen neuen "Entdecken"-Tab. Zusätzlich sortiert Apple Apps nun in passende Kategorien ein. Es gibt z.B. Tabs für Apps für Kreative oder für Gamer.

Entwickler dürfen sich die erste Beta-Version von macOS Mojave ab sofort herunterladen. Ende Juni 2018 gibt es dann ein offenes Beta-Programm für alle interessierten Mac-Nutzer, die einen Mac Mid-2012 oder neuer oder einen Mac Pro von 2010 haben. Die fertige Version veröffentlicht Apple dann im Herbst 2018.


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