Mad Box mit neuem Design: So sollen PlayStation-Killer und Gamepad aussehen

Beim "PlayStation Switch"-Konzept kann der Controller an mehreren Stellen leuchten – ähnlich wie bei der Mad Box
Beim "PlayStation Switch"-Konzept kann der Controller an mehreren Stellen leuchten – ähnlich wie bei der Mad Box(© 2017 CURVED)

In den kommenden Jahren sollen nicht nur die PlayStation 5 und die Xbox Two erscheinen: Mit der "Mad Box" möchte das Studio Slightly Mad den Kampf gegen die großen Hersteller aufnehmen. Das Spielsystem soll sich unter anderem durch eine hohe Leistung auszeichnen. Allerdings wird die Konsole wohl anders aussehen, als wir zunächst gedacht haben. Zudem gibt es erste Konzeptbilder zum Controller. Design von Gamepad und Spielesystem wirken sehr futuristisch.

Erst Anfang Januar hat Slightly Mad (bekannt für Spiele wie "Need for Speed: Shift" und "Project Cars 2") ein Design für die Mad Box präsentiert. Der PlayStation-5-Killer sieht darauf einem Cowboy-Hut etwas ähnlich. Offenbar hat sich das Unternehmen nun final für eine andere Optik entschieden, wie Firmen-Chef Ian Bell auf Twitter verkündet. Auf den Bildern sieht die Konsole eher wie eine Xbox One S aus, auf der ihr einen wirklich schweren Gegenstand abgestellt habt.

Konsole mit Touch-Screen

Mehrere LEDs sollen der futuristisch wirkenden Konsole noch mehr Stil verleihen. Je nach App oder Spiel können die Farben variieren. Das bietet zwar auch schon die PlayStation 4, doch Sony setzt lediglich auf einen einzigen LED-Streifen. Die Mad Box soll noch eine Gemeinsamkeit mit anderen Konsolen besitzen: Die Macher planen das Design so, dass ihr das Spielesystem vertikal oder horizontal positionieren könnt.

Eine durchaus interessante Idee: Slightly Mad möchte den Konzeptbildern zufolge einen Touch-Screen in der Front der Konsole verbauen. Hier könnten Nutzer etwa Musik- und Filmwiedergabe pausieren. Ein weiteres Beispiel zeigt, wie der Screen den Titel des aktuell laufenden Spiels darstellt. Letztere ist optisch eine interessante Idee, doch nützlich ist es wohl kaum: Während ihr zockt werdet ihr wohl kaum vergessen, welches Spiel eigentlich gerade aktiv ist.

Controller mit großem Display

Für die Mad Box soll ein Controller zum Einsatz kommen, dessen Optik wohl direkt aus der Zukunft kommt. Die Konzeptbilder des Herstellers könnt ihr euch etwas weiter unten ansehen. So stellt sich das Studio das Design des Eingabegerätes grundsätzlich sehr eckig vor. Das Layout der Tasten erinnert wiederum an einen Xbox-Controller. Was das Gamepad von der Konkurrenz abhebt: Slightly Mad möchte ein Touch-Display verbauen, das während des Spielens Informationen anzeigt.

Das Touch-Display soll sich offenbar über einen Großteil der Controller-Oberfläche ziehen. Demnach befinden sich Analog-Sticks und Co. in Bildschirm-Aussparungen. Über den Screen können so leuchtende Ringe um einzelne Knöpfe herum dargestellt werden. Praktisch: Auch eine Akku- und WLAN-Status-Anzeige soll das Gamepad laut Konzept bekommen.

Sollte das Studio die Idee so umsetzen, dürfte es aber ein Problem geben: Das Display benötigt womöglich viel Energie. Entweder würde das Gamepad also nur wenige Stunden mit einer Akkuladung durchhalten. Oder die Entwickler müssen einen größeren und schwereren Akku verbauen. Damit Nutzer von dem Bildschirm profitieren können, wäre es auch an den Entwicklern von Spielen, das Feature während der Programmierung eines Titels zu berücksichtigen.

Erscheint die Mad Box tatsächlich?

Die von Ian Bell veröffentlichten Aufnahmen sind lediglich Konzeptaufnahmen. Der Chef von Slightly Mad weist darauf hin, dass sich das Design noch leicht verändern könnte. Aktuell steht auch noch nicht fest, welche Hardware im Inneren der Konsole zum Einsatz kommt. Allerdings soll die Leistung hoch genug sein, damit ihr mit 60 Bildern pro Sekunde bei einer 4K-Auflösung spielen könnt. Auch ein gutes VR-Erlebnis soll das System bieten, planen die Entwickler.

Es gibt wohl bereits mehrere Investoren, die an der Mad Box interessiert sind. Slightly Mad möchte zudem Spiele-Studios zur Umsetzung von Games für die Konsole motivieren, indem eine eigens entwickelte Software alle Portierungen vereinfacht. Wenn die Mad Box mit dem vorgestellten Design (und Touch-Display) tatsächlich erscheint, könnte der Preis aber höher als der für eine PlayStation 5 oder Xbox Two ausfallen. Eile haben die Macher indes nicht: Es soll noch mindestens drei Jahre dauern, ehe die Mad Box erscheint.


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