Mark Zuckerberg auf dem Cover des Time-Magazins

Das US-Amerikanische Magazin Time hat den Mitbegründer und amtierenden Chef des sozialen Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, zur Person des Jahres erklärt. Damit sicherte sich der 26-jährige das Time-Cover. Die Redaktion begründete ihre Entscheidung mit der Tatsache, dass Facebook rund eine halbe Milliarde Menschen miteinander vernetze und somit das soziale Leben tiefgreifend verändert habe.

Damit steht Zuckerberg in einer Reihe mit Apple-Chef  Steve Jobs und Wikileaks-Gründer Julian Assange, die beide ebenfalls von unterschiedlichen Printmedien zu Personen des Jahres gekührt wurden.

Der Facebook-Gründer setzte sich in der direkten Konkurrenz allerdings gegen Assange durch - trotz einer Online-Umfrage des Time-Magazins, in der sich die Mehrheit der Teilnehmer für Assange aussprach: 380.000 von 1,2 Millionen Stimmen gingen an den umstrittenen Australier. Weitere Konkurrenten waren die amerikanische Tea-Party-Bewegung, der afghanische Präsident Hamid Karzai und die 33 verschütteten und geretteten chilenischen Bergarbeiter.

Die Auszeichnung des rennomierten Time-Magazins ist eine große Ehre für Zuckerberg: Besonders in den Vereinigten Staaten gilt sie sehr viel. Seit 1927 setzt das Time-Magazin bedeutende - positiv wie negativ - Persönlichkeiten oder Personengruppen auf ein Cover im Dezember. Als erstes wurde diese Ehre dem Luftfahrtpionier Charles Lindbergh zuteil, der in seinem Flugzeug als erster den Atlantik überquerte. Aber auch weniger illustre Persönlichkeiten finden sich unter den Titelträgern: 1937 ging sie an Adolf Hitler, 1993 und 1942 an Stalin. Letztes Jahr war es übrigens der US-Notenbankchef Ben Bernanke, der in der Finanzkrise eine Schlüsselrolle gespielt hatte.