MateBook X, Surface Laptop und MacBook Pro im Vergleich: flinke Flachmänner

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Surface Laptop, MateBook X, MacBook Pro
Surface Laptop, MateBook X, MacBook Pro(© 2017 CURVED Montage)

Das MacBook Pro und das Surface Laptop bieten viel Leistung in kompakten Gehäusen. Neu in dieser Riege ist das MateBook X, Huaweis erstes Notebook. Zeit für einen Vergleich.

Es gab Zeiten, da waren Notebooks schwere und sperrige Geräte, die trotzdem nur drei Stunden Akkulaufzeit boten. Das hat sich zum Glück schon lange geändert. Aktuelle Geräte wie das MacBook Pro mit Touch Bar kommen in flachen Gehäusen, wiegen kaum mehr als ein Kilogramm und bieten bei bis zu zehn Stunden Laufzeit trotzdem genug Leistung zum Surfen, Arbeiten und manchmal auch zum Spielen. Da wollen Microsoft mit dem Surface Laptop und Huawei mit dem MateBook X anknüpfen. Wir haben die neuen Geräte mit dem MacBook Pro verglichen.

Design: flach und edel

Das MacBook Pro ist zwar schon ein paar Monate älter als die beiden Neulinge. Trotzdem sind Apples Geräte in Sachen Design natürlich immer vorn dabei. Und beim MacBook Pro hat das Unternehmen wieder ganze Arbeit geleistet. Schließlich ist das das Gehäuse von Apples leistungsstärkstem mobilen Computer mittlerweile flacher als das des MacBook Air. Aber: Die Konkurrenz ist noch dünner. Während es das 13-Zoll-MacBook in der Höhe auf 14,9 Millimeter bringt, misst der Surface Laptop nur 14,48 Millimeter. Das MateBook X steckt beide in die Tasche: 12,5 Millimeter gibt Huawei für die Höhe an. Wahnsinn!

Auch die 15-Zoll-Variante vom MacBook Pro ist ganz schön flach.(© 2016 CURVED)

Dank der flachen Bauweise ist das Huawei-Notebook auch das leichtestes Gerät. Es bringt nur 1.050 Gramm auf die Waage. Darauf folgt Microsoft mit 1.252 Gramm. Das MacBook Pro ist mit 1.370 Gramm das schwerste Gerät im Feld. Bei der Wahl der Materialien nehmen sich die Hersteller nicht viel. Sowohl der Surface Laptop als auch das MateBook X und das MacBook Pro kommen im Aluminium-Gehäuse. Eine Besonderheit gibt es bei Microsoft: Die Handballenablage ist mit Alcantara überzogen. Das sieht gewöhnungsbedürftig, aber auch bequem aus.

Anschlüsse und Bildschirme

Bei den Anschlüssen ist das MateBook X der Minimalist unter den dreien. Es kommt mit nur zwei USB-C-Anschlüssen der ersten Generation. Das MacBook Pro mit Touch Bar hat gleich vier Anschlüsse der zweiten Generation (USB 3.1) an Bord. Es gibt aber eine Ausnahme: Bei der Variante ohne die interaktive Funktionsliste sind es, wie bei Huawei, nur zwei Ports. Anders als Apple oder Huawei meidet Microsoft den neuen Standard. Der Surface Laptop kommt mit einem USB-3.0-, einem Mini-Display-Port- und dem "Surface Connect"-Anschluss für die Stromversorgung.

Das Huawei MateBook X wiegt nur knapp ein Kilogramm.(© 2017 CURVED)

Alle drei Hersteller legen Wert auf hochauflösende Bildschirme. Das Retina-Display des MacBook Pro zeigt bei einer Diagonale von 13,3 Zoll 2560 x 1600 Pixel (227 ppi) an. Beim MateBook sind es bei gleicher Größe 2160 x 1440 Pixel (195 ppi). Bei Microsoft misst der Bildschirm 13,5 Zoll und löst mit 2256 x 1504 Bildpunkten auf (201 ppi).

Viel Leistung trotz flacher Gehäuse

Bei der inneren Ausstattung haben Huawei und Microsoft auf dem Papier die Nase vorn. Zwar bekommt Ihr alle drei Geräte in der Grundversion mit einem Core-i5-Prozessor von Intel. Während in den MacBooks aber noch die sechste Prozessorgeneration, genannt "Skylake", taktet, kommen im MateBook X und dem Surface Laptop CPUs der neueren "Kaby Lake"-Serie zum Einsatz. Wie sehr sich das auf die tatsächliche Leistung auswirkt, können wir aber erst nach ausführlichen Tests sagen.

Das MacBook und das MateBook X bekommt Ihr auch in der günstigsten Variante mit acht Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 256 Gigabyte SSD-Speicher. Nur bei Microsoft geht es noch eine Stufe tiefer. Das Basismodell des Surface Laptop enthält 4 GB RAM und 128 GB SSD-Speicher. In der Spitze sind Microsofts Geräte mit Core-i7-Prozessor, 16 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher zu bekommen. Bei Apple habt Ihr zudem noch die Option auf 1 TB Speicher. Das MateBook X gibt es maximal mit 8 GB RAM und 512 GB SSD-Speicher.

Der Surface Laptop kommt ohne USB-C-Buchse.(© 2017 Microsoft)

Drei unterschiedliche Systeme

Auch bei den Betriebssystemen gibt es ein paar Unterschiede. Die sind nicht schlicht damit erklärt, dass auf dem MacBook macOS läuft und auf den anderen beiden Geräten Windows. Das stimmt zwar auch, aber während auf dem Matebook X Windows 10 läuft, kommt auf dem Surface Laptop das neue Windows 10 S zum Einsatz.

Das unterscheidet sich von der normalen Version durch den Umstand, dass Ihr Programme nur aus dem Windows Store beziehen und nicht etwa über ein extern angeschlossenes DVD-Laufwerk von einer Disc. Sollte Euch das nicht zusagen, könnt Ihr als Surface-Laptop-Käufer aber kostenpflichtig auf Windows 10 Pro upgraden.

So viel kosten die Flachmänner

So viel Technik hat natürlich seinen Preis. Das günstigste MacBook Pro geht für 1.699 Euro über die Ladentheke. Mit der Touch Bar seid schon 1.999 Euro. In der Spitze kostet das MacBook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm statte 3.279 Euro. Der teuerste Surface Laptop, den Ihr bekommen könnt, kostet 2.499 Euro. Fast schon günstig ist das MateBook X, das in der teuersten Variante so viel kostet, wie das günstigste MacBook Pro ohne Touch Bar.

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