McAfee Social Protection: Schutz von Facebook-Fotos mit App

Der Entwickler von Anti-Viren-Programmen McAfee schickt die Facebook App „Social Protection“ in die Beta-Phase. Mit Hilfe der App soll es Nutzern des sozialen Netzwerks ermöglicht werden, ihre hochgeladenen Bilder vor unbefugten Zugriffen zu schützen. Auch das Erstellen von Screenshots soll damit unmöglich gemacht werden.

Kostenloses Plugin

Social Protection ist ein kostenloses Plugin für den Browser. Es soll Nutzern dabei helfen, genau einzustellen, wer Fotos in sozialen Netzwerken sehen kann und wer nicht. Außerdem soll es den Missbrauch von Bildern verhindern. Facebook selbst bietet zwar verschiedene Einstellungsmöglichkeiten an, durch die man Fremden keinen Blick auf die eigenen Bilder gewährt, doch die McAfee App Social Protection kann dies noch verfeinern. Denn selbst wenn man Fotos auf Facebook nur für Freunde sichtbar macht: Freunde können die Bilder teilen und so ist es durchaus möglich, dass auch Leute Einblick in die eigenen Fotos bekommen, von denen man das vielleicht nicht möchte.

Mit der Social Protection App von McAfee kann man genau einstellen, wer das Facebook Bild sehen kann und wer nicht.

Fotos werden über die App Social Protection hochgeladen und können dann nur von autorisierten Betrachtern angeschaut werden. Alle anderen bekommen zwar auch die Bilder zu sehen, aber so verschwommen, dass nichts darauf zu erkennen ist. Diejenigen, die die Fotos ansehen dürfen, müssen speziell dafür freigeschaltet werden. Kopieren und Ausdrucken der über Social Protection hochgeladenen Fotos soll nicht möglich sein.

Schwachstelle im mobilen Bereich

Die grundlegende Idee, die hinter McAfees Social Protection steckt, ist an sich gut. Aber sie hat auch ihre Schwächen. Zum einen funktioniert die Anwendung nur dann, wenn man die Fotos vom PC aus hochlädt, nicht aber wenn sie über ein Smartphone bei Facebook eingestellt werden. Zum anderen ist es Nutzern dann auch nicht mehr möglich, die Bilder, die jemand mit Hilfe von Social Protection hochgeladen hat, auf einem Smartphone anzuschauen, denn dafür wäre das entsprechende Browser-Plugin notwendig, das es nicht (zumindest noch nicht) für die mobilen Browser gibt.

Außerdem müssen alle Freunde, für die man die über Social Protection hochgeladenen Bilder freischalten möchte, ebenfalls das entsprechende Plugin für ihren Browser installiert haben. So ganz ausgereift ist die Idee also wohl noch nicht. Aber es ist immerhin ein Schritt in eine Richtung, in die man denken sollte. Ansonsten gilt weiterhin: Wer verhindern will, dass peinliche, unangenehme oder sonstige Fotos von den falschen Leuten gesehen werden können, der sollte im besten Fall erst gar keine solchen Bilder bei Facebook hochladen.