Media-Markt bleibt beim Preis?

Media Markt macht beim Preis-Irrsinn nicht mehr mit. Aus der Traum von "Geiz ist Geil". In der heutigen Zeit zählen nur beständige Preise. So vermittelt es der Werbespot, aber was steckt dahinter?

"Schluss mit den Preisschlachten, mit den Schleuderpreisen, den Geizhalsangeboten. Das wollen die Menschen nicht mehr", sagte Media-Saturn Chef Horst Norberg zur Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Stattdessen sollen "dauerhaft Tiefpreise" geboten werden. Sobald ein Konkurrent die Preise senkt, wird der Konzern probieren nachzuziehen. Wie sich das letzten Endes verhält, ist ungewiss.

Ein Online-Shop für Saturn soll noch im Oktober online gestellt werden. Media Markt folgt nächstes Jahr. Das kündigte Metro schon im Mai 2011 an.

Kunde konnte Preis bestimmen

Durch eine Aktion mit einem Vergleichsportal im Internet hat Media Markt, vor nicht all zu langer Zeit, für dasselbe Gerät, unterschiedliche Preise verlangt. Schließlich hat der Kunde immer das beste Angebot ausgedruckt und an der Kasse vorgezeigt - "Ich bin doch nicht blöd!"

Werbespot trifft auf Spott

Die neue Werbung zeigt Online-Betrüger und Konsumenten, die sich in einer Welt der Preis-Suchmaschinen nicht zurechtfinden.

Media dürfte das Thema wohl richtig aufgegriffen haben:
"Zum anderen dürften die Konsumenten nicht so ratlos, hilflos und verwirrt von der Preisvielfalt im Internet sein, wie sich das die Media-Markt-Strategen in ihrer Verzweiflung herbeiwünschen. Der typische Online-Schnäppchenjäger ist heutzutage durchaus in der Lage, Versandgebühren beim Preisvergleich einzukalkulieren - er ist ja nicht blöd."

Ob die neuen Online-Shops erfolgreich sein werden, kann ich noch nicht hundertprozentig eingeschätzen. Der Surfer wird aber weiterhin Preisvergleiche aktiv nutzen.