Mehr Kontrolle bei In App-Käufen im Google Play Store

Android erlaubt ab sofort mehr Überblick bei Transaktionen innerhalb einer Anwendung.
Android erlaubt ab sofort mehr Überblick bei Transaktionen innerhalb einer Anwendung. (© 2014 CC: Flickr/MIKI Yoshihito (´・ω・))

Google führt durch ein Google Play Store-Update mehr Kontrollmöglichkeiten für Käufe innerhalb von Apps ein. In der Vergangenheit erhielten Nutzer überraschend hohe Rechnungen, weil sie keinen Überblick über In App-Käufe hatten.

70 Dollar für virtuelle Kristalle

Ein Update des Google Play Stores bewahrt Android-User vor bösen Überraschungen. Wer innerhalb einer App einen Kauf am Smartphone tätigt, musste bisher sein Passwort nicht neu eingeben, wenn der letzte Log-in in den vergangenen 30 Minuten passierte. In den Einstellungen erlaubt Android ab sofort eine Passwort-Abfrage bei jedem Kauf. Bei Transaktionen poppt dann ein Fenster auf, bevor der Nutzer die App weiter nutzen kann.

Die mangelnde Kontrolle wurde Android-Usern immer wieder zum Verhängnis, besonders bei Spielen. Erst vergangene Woche reichte eine Frau eine Klage gegen Google ein, weil ihre Tochter in dem Game "Marvel Run Jump Smash" 70 US-Dollar für virtuelle Kristalle ausgab.

Konsumentenschutz gefordert

Ähnliche Erfahrungen hat auch Konkurrent Apple gemacht.  Eltern beschwerten sich über vierstellige Dollar-Beträge, die ihre Kinder in Apps ausgaben. Der Konzern zahlte Rückerstattungen von insgesamt 32,5 Millionen US-Dollar aus und änderte auch sein System: iOS-User werden bei jeder Transaktion nach ihrem Passwort gefragt. Zuvor hatte Apple ein 15-Minuten-Fenster - kürzer als Android, aber ebenso verhängnisvoll.

Auch die EU-Kommission hat die Konsumentenfalle bereits entdeckt und untersucht die In-App-Käufe der Mobilbetriebssysteme. Gemeinsam mit Konsumentenschutz-Organisationen sollen User informiert und Lösungen angeboten werden.


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