Microsoft Band ist da: Das kann der neue Fitnesstracker

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Microsoft Band: Fitness-Wearable mit Touch-Display
Microsoft Band: Fitness-Wearable mit Touch-Display(© 2014 Microsoft)

Mit dem jüngst vorgestellten Microsoft Band geben sich die Redmonder ungewohnt offenherzig: Der Fitnesstracker lässt auch iOS- und Android-Smartphones ran.

Endlich ist es offiziell: Microsoft hat ein Smartband. Der Name: Microsoft Band. Am Mittwoch hat der Windows-Konzern eine eigene Webseite für das Device gelauncht und eine App zur Synchronisierung mit dem Smartphone veröffentlicht.

Was misst es?

Gesundheits- und Fitness-Daten wie den Herzschlag, Schritte, verbrannte Kalorien und den Schlaf. Zusätzlich verfügt das Device über einen GPS-Sensor und kann die UV-Strahlung und Eure Hauttemperatur messen.

Wo laufen die Daten ein?

In einer App namens "Microsoft Health" - Apple Health lässt grüßen - werden die gesammelten Daten ausgewertet und visuell aufbereitet. Dabei empfängt die App aber nicht nur Daten vom Smartband, sondern kann Benachrichtigungen auch aufs Handgelenk schicken. Die Software soll auch an Apps von Drittherstellern andocken können und ist mit Programmen von Fitnessstudios kompatibel. So sollen etwa erreichte Ziele im Trainingsplan auf dem kleinen Display visualisiert werden.

Wie ist die Ausstattung?

Wir haben es ausnahmsweise einmal mit einem Smartband mit touchsensitivem TFT auf 0,43 mal 1,30 Zoll zu tun. Angetrieben wird das 60 Gramm leichte Device von einem ARM Cortex M4, der auf 64 Megabyte internen Speicher zugreift.

Das Gadget verbindet sich mit dem Smartphone über Bluetooth 4.0. Zwei 100-mAh-Lithium-Ionen-Akkus versorgen das Microsoft Band mit Strom, was für 48 Stunden normale Nutzung reichen soll - allerdings ohne aktiviertes GPS. So viel Technik auf kleinem Raum ist spritzwassergeschützt und schweißresistent, aber nicht wasserdicht. Zusätzlich verfügt das Smartband über zwei Buttons am Gehäuserand.

Was kostet es? Und wann kann man es kaufen?

Mit Bildschirm und üppiger Sensorausstattung rangiert das Microsoft Band zwischen normalen Fitness-Wearables wie Jawbones UP oder Fitbits Flex und den Smartwatches anderer Hersteller - so auch beim Preis: 199 Dollar verlangt Microsoft für das Gadget, das es in drei unterschiedlichen Größen ab sofort in kleiner Stückzahl in den USA zu kaufen gibt. Ob und wann das Gerät hierzulande verfügbar ist, ist noch unklar.

Was macht das Gerät besonders?

Wer denkt, dass Microsoft das Smartband - wie viele andere Hersteller - als günstiges Accessoire zu seinen Smartphones launcht, der liegt falsch: Das Microsoft Band kommuniziert nicht nur mit Geräten mit Windows Phone, sondern auch mit iPhones und Android-Devices. Allerdings dürfen Windows-Phone-Nutzer dem Smartband noch mit Unterstützung von Cortana Befehle geben. Smartphones mit iOS 7.1 oder höher, Windows Phone 8.1 oder Android 4.3 oder höher können zudem Mail-Betreffzeilen und Kalendereinträge auf das kleine Display übertragen.

Kommt das nicht zu spät?

Dass Microsoft seit einiger Zeit sehr viel sehr richtig macht, das belegen nicht nur die guten Quartalszahlen. Das Surface beweist: Du musst nicht der Erste sein, um Erfolg zu haben. Für viele Hersteller sind Smartbands schon seit zwei Gerätegenerationen ein Standard-Accessoire. Kann Microsoft da überhaupt noch etwas reißen? Durchaus! Denn das Gerät füllt geschickt eine Lücke zwischen rudimentär ausgestatteten Smartbands, die ledigliche Schritte zählen, und ausgewachsenen Smartwatches, die vielen Nutzern für den sportlichen Gebrauch zu "fein" sein dürften.


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