Microsoft gibt Zune auf

Microsoft gibt den iPod-Konkurrenten Zune auf, der Softwareriese aus Redmond will keine weiteren Versionen mehr produzieren. Das Gerät konnte sich nicht durchsetzen, teilte der Nachrichtenriese Bloomberg mit. Die Agentur beruft sich auf inoffizielle Quellen.

Der Zune Player wurde von Microsoft in der Mitte des Jahres 2006 eingeführt um die Vormachtstellung des iPods zu brechen. Mit dem Ziel, Apple als Marktführer zu verdrängen gab sich Microsofts CEO Steve Ballmer siegessicher: "Wir können sie schlagen, aber es wird nicht einfach." - wie Recht er hatte. Microsoft gelang es nicht den Markt der mobilen Musikgeräte aufzumischen.

Der Musikplayer von Microsoft kommt gerade einmal auf einen Marktanteil von 2 Prozent, während Apple den Markt mit seiner iPod-Familie mit 77 Prozent dominiert. Das ergab eine Analyse der NPD-Group. Einer der Hauptgründe des Scheiterns liegt auf der Hand: Der Zune wurde nur in den USA verkauft und vermarktet, später auch in Kanada, der Konzern aus Redmond zeigte kein Interesse das Gerät nach Europa zu bringen. Bei einem umfassenden Test eines Importgerätes, durch das Technikmagazin Golem, machte der Zune HD allerdings eine gute Figur. Er hatte also durchaus Potenzial.

Microsoft äußerte sich bisher nicht zur Einstellung der Produktreihe: "Wir haben zu neuen Zune-Geräten nichts anzukündigen. Wir freuen uns über die Begeisterung der Verbraucher für Zune auf vielen neuen Plattformen wie Windows Phone 7 und Xbox 360. Die langfristige Strategie fokussiere sich auf die Stärke des gesamten Zune-Ökosystems auf unterschiedlichen Microsoft-Plattformen."