Microsoft kapituliert vor Apples iPad

Es ist wie ein Déjà vu. Microsoft verpasst erneut den Einstieg in einen sich neu öffnenden Markt.

Während auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas dutzende neue Tablets vorgestellt werden, ist es still um Microsoft. Kein eigenes Tablet, kein mobiles Betriebssystem.

Steve Ballmer, der die Eröffnungsrede der CES hält, welche zweifelsohne im Zeichen der mobilen Fuchtelgeräte steht, berichtet lieber über Smartphones, Spielekonsolen und Notebooks. Über Tablets wird keine Silbe verloren. Aus einem guten Grund: Man kann der Konkurrenz nicht das Wasser reichen. Google und Apple haben für Tablets optimierte Systeme, Windows 7 wurde eher lieblos portiert.

Große Hersteller wie ASUS und Lenovo bieten zwar Tablet-Lösungen mit Windows 7 an, jedoch ist die Bedienung kompliziert. Das Microsoft OS ist eben nicht für Touch, sondern für die Bedienung mit Maus und Tastatur ausgelegt. Die Symbole sind zu klein um das Gerät bequem mit dem Finger zu bedienen. Zwar gibt es optimierte Oberflächen, jedoch fordern diese zuviel Ressourcen und verringern somit die Akkuleistung der Geräte.

Microsoft lernt nicht aus seinen Fehlern

Seit Jahren versucht Microsoft seine Tabletversionen von Windows zu verkaufen und scheitert immer wieder. Die Bedienung ist nicht optimal und zu sehr an Desktop-Rechnern orientiert. Steve Jobs erkannte die Problematik und verpasste seinem Betriebssystem Mac OS X eine Radikaldiät. Heraus kam iOS. Ein vollkommen für den Finger optimiertes Betriebssystem. Die Kunden nehmen es dankend an und Apple feiert ein Rekordquartal nach dem nächsten.

Microsoft hat im Kampf der Tablets so gut wie verloren und der Krieg 2.0 gipfelt in den Konzernen Apple und Google. Mit Windows 8 erwartet man eine geeignete Version, doch dann wird es - wie immer - schon zu spät sein.