Microsoft mit Umsatz zufrieden – Windows das Sorgenkind

Auch wenn die Konkurrenz aus dem Hause Apple höhere Gewinne einstreicht: Microsoft ist mit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres, das von April bis Juni geht, durchaus zufrieden. Der weltgrößte Software-Konzern konnte seinen Umsatz um 8 Prozent auf das Rekordniveau von 17,4 Milliarden US-Dollar (12,1 Milliarden Euro) steigern.

Dabei stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ganze 30 Prozent auf 5,9 Milliarden US-Dollar an. Auf das gesamte Geschäftsjahr gerechnet erreichte Microsoft eine Umsatzsteigerung von zwölf Prozent und eine Gewinnsteigerung von 23 Prozent. Am besten schnitten die Business Division sowie der Bereich Entertainment and Devices ab. Die Windows Division und die Online-Sparte mussten Verluste hinnehmen.

Es sind also vor allem die Gamer und die Firmenkunden, die Microsoft gute Zahlen bescherten. Nach wie vor ist das Office-Paket ein echter Verkaufsschlager. Es ist vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern fast überall vertreten und erfreut sich laut Microsoft-Manager Kevin Turner nach wie vor großer Beliebtheit. Dabei gehört Deutschland zu den wichtigsten Absatzmärkten für Microsoft, hinter den USA und Japan. Auch die Serverprodukte wie Windows Server, SQL Server, Windows Azure, das Cloud-System trugen stark zu den guten Ergebnissen des letzten Geschäftsjahres bei.

Als ein ebenfalls mit für den Erfolg verantwortliches und im Portfolio wichtiges Produkt hob Microsoft auch die Xbox 360 hervor. Unter anderem die Veröffentlichung der Bewegungssteuerung Kinect hat der Xbox 360 anhaltenden Erfolg und gute Absatzzahlen beschert. Eher schlecht abgeschnitten hat im vergangenen Geschäftsjahr Windows. Microsoft führt dies auf die rückläufigen PC-Verkaufszahlen vor allem bei Privatleuten zurück. Und die Online-Sparte, der auch die Suchmaschinen Bing und Yahoo angehören, entwickelt sich mehr und mehr zum Problemkind, die Umsätze sind weiterhin rückläufig – sogar noch mehr als im Vorjahr.