Microsoft muss erstmals Verluste hinnehmen

Das erste Mal in der Unternehmensgeschichte seit dem Börsengang 1986 muss Microsoft Verluste hinnehmen. Der Software-Hersteller hat im vergangenen Quartal ein Minus von 492 Millionen Dollar (401 Millionen Euro) verbucht. Auch wenn sich das auf den ersten Blick schlecht anhört, so gibt es doch einen triftigen Grund dafür: Anfang Juni kündigte Microsoft eine Abschreibung aus dem Kauf des Online-Werbe-Spezialisten Aquantive an. Microsoft hatte das Unternehmen 2007 aufgekauft, die Erwartungen, die die Redmonder darauf gesetzt hatten wurden jedoch nicht erfüllt.

Analysten zuversichtlich

Analysten sehen die Zahlen dennoch als gut an. Denn mit der Bürosoftware Microsoft Office konnte man weiter zulegen, die Rückgänge beim Betriebssystem Windows waren trotz der schlechten Lage auf dem PC-Markt geringer als erwartet. Außerdem gilt zu bedenken, dass erst im Herbst eine ganze Reihe neuer Microsoft-Produkte wie Windows 8, Windows Phone 8 etc. auf den Markt kommen. Nach Börsenschluss konnte die Microsoft-Aktie um 2,5 Prozent zulegen.

Microsofts Hoffnungen liegen in Windows 8. Das neue Betriebssystem aus Redmond kommt im Herbst auf den Markt.