Microsoft startet MSN als Plattform für Web-Dienste neu

Microsoft hat sich seine Webseite MSN vorgenommen und sie vollständig überholt und mit neuen Features ausgestattet. Statt einer großen Nachrichtenseite inklusive aller Rubriken wird sie demnächst anpassbar sein und soll so dem Nutzer genau das zeigen, was er sehen möchte. 

Im Grunde funktioniert MSN nach der Umstellung dann wie Facebook, also mit einer persönlichen Timeline, die Ihr Euch aufgrund Eurer Interessen und Kontakte selbst zusammenstellt. Den Unterschied macht das renovierte MSN aber bei der Menge und der Art der Quellen, die Ihr Euch in Eurer Übersicht anzeigen lassen könnt. Neben den gewohnten Nachrichten von unterschiedlichen News-Seiten sollt Ihr nämlich noch deutlich mehr anzeigen lassen können, berichtet Ars Technica: So dürft Ihr Euch auch direkt über die MSN-Oberfläche in Euer Facebook- oder Twitter-Konto einloggen und deren Benachrichtigungen von dort aus abrufen.

Maps, Xbox Music, Skype und Office sind auch dabei

Wie die Vorschau-Ansicht der renovierten MSN-Oberfläche zeigt, wird die Seite aber in Zukunft noch mehr können. So plant Microsoft offenbar auch die Verbindung mit anderen Diensten wie Office oder Skype. Auch Xbox Music und der in der deutschen Umgebung zu "Karten" umbenannte Dienst Bing Maps ist zu sehen. In welchem Maße die genannten Dienste direkt über MSN verwendbar sein sollen, oder nur über die renovierte Plattform verlinkt werden, bleibt aber noch abzuwarten.

Microsoft scheint Bing-Branding zu vermeiden

Nicht nur bei Bing Maps scheint Microsoft auf den einsilbigen Namenszusatz verzichten zu wollen. So werden klassische Bing-Apps, die sich thematisch mit den Nachrichten-Bereichen von MSN decken, auf neuen Lumia-Smartphones bereits mit dem MSN-Branding versehen, berichtet Ars Technica weiter. Wird Microsoft also in Zukunft seine Suchmaschine Bing von anderen Bereichen trennen und das neue MSN als Web-Plattform für alle Microsoft-Dienste bewerben, die dann bloß noch "Karten" oder "Nachrichten" heißen?


Weitere Artikel zum Thema
iOS 11: Face­time soll angeb­lich Video­te­le­fo­nie mit Grup­pen bieten
Christoph Groth5
Facetime soll unter iOS 11 nicht mehr auf nur zwei Gesprächspartner beschränkt sein.
Gerüchten zufolge führt iOS 10 erstmals Gespräche mit Gruppen via Facetime ein. Bislang ist die Videotelefonie-App auf zwei Partner beschränkt.
Galaxy S8: Bilder von Schutz­hülle zeigen vier­ten Button – für Bixby?
Guido Karsten3
Naja !7Die Renderbilder von der Galaxy S8-Hülle zeigen eindeutig vier physische Buttons
Renderbilder deuten an, dass Samsungs Galaxy S8 vier physische Tasten besitzen wird. Ist womöglich ein Hotkey für die KI-Assistenz Bixby darunter?
Nintendo Switch: Smart­phone-App soll für Online-Spiele unver­zicht­bar sein
Christoph Groth1
Unfassbar !6Multiplayer-Matches mit der Nintendo Switch erfordern womöglich ein Smartphone mit Switch-App
Optional oder nicht? Nintendos US-Chef Reggie Fils-Aimé deutet an, dass Voice-Chat und Matchmaking mit der Nintendo Switch nur via App funktioniert.