Milliarden-Schaden: Beats verklagt chinesische Fälscher

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Beats will den Verkauf von 5 Dollar-Plagiaten in China stoppen.
Beats will den Verkauf von 5 Dollar-Plagiaten in China stoppen.(© 2014 Stiftung Warentest)

Mit Fälschungen sollen Händler in China 135 Milliarden US-Dollar verdienen. Der Headphone-Hersteller geht deshalb jetzt vor Gericht und fordert mehrere Milliarden zurück. 

Fünf Dollar-Kopfhörer

Für fünf Dollar sind die Luxuskopfhörer von Beats by Dre als gefälschte Version in China erhältlich. Der Schwarzmarkt ist ein Riesengeschäft. Laut dem Unternehmen, das bald offiziell Teil von Apple ist, machen die Fälscher einen Jahresumsatz von 135 Milliarden US-Dollar mit den Geräten. Das wollen sich die Gründer Dre und Jimmy Iovine nicht mehr gefallen lassen und gehen vor Gericht.

Kampf gegen Online-Marktplätze

Der Kopfhörer-Hersteller soll einem Bericht zufolge eine Klage gegen die chinesischen Fälscher eingereicht werden. Beats Electronics verlangt demnach mehrere Milliarden US-Dollar, um den Schaden, der für das Unternehmen dadurch entstanden ist, auszugleichen. Die Produzenten, die die Beats-Kopien online verkaufen, würden gegen den Markenschutz verstoßen, lautet der Vorwurf. Für jeden Fall der Verletzung der Markenrechte fordert der Kläger zwei Millionen US-Dollar. Weitere 100.000 US-Dollar sollen die Angeklagten für den Domain-Namen der Websites zahlen. Damit steigt die gesamte Summe der Klage in Milliarden-Höhe.

Bereits vergangenes Jahr reichte Beats eine ähnliche Klage gegen Fälscher ein. Dabei erreichte das Unternehmen die Schließung von 1.472 Domains, 50 PayPal-Konten und 14 Marktplätzen. Eine Schadenszahlung konnte Beats damals jedoch nicht erwirken.


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