Aus der Traum: Bitcoin-Börse Mt.Gox ist insolvent!

Etwa eine Millionen Kunden bangen um ihre bei Mt.Gox angelegten Bitcoin
Etwa eine Millionen Kunden bangen um ihre bei Mt.Gox angelegten Bitcoin(© 2014 CC:Flickr/antanacoins)

Die Internetseite ist seit Dienstag offline, der Firmenchef war verschwunden, die Büros sind leer. Was passiert gerade bei der Bitcoin-Börse Mt.Gox? Jetzt hat das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt.

Nichts geht mehr bei der größten Bitcoin-Börse in Tokio. Mt.Gox ist pleite! Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo hat Mt.Gox-Chef Mark Karpeless am Freitag auf einer Pressekonferenz verkündet, dass er einen Insolvenzantrag gestellt hat. Demnach hat die größte Bitcoin-Handelsplattform der Welt Schulden in Höhe von etwa 6,5 Milliarden Yen (46,6 Millionen Euro). Etwa eine Million Kunden bangen jetzt um ihr Bitcoin-Vermögen.

Mt.Gox handelt Bitcoins im Wert von 400 Millionen US-Dollar

Bereits Anfang der Woche wurde über eine Pleite von Mt.Gox spekuliert. Seit Dienstag ist der Internetauftritt der Börse nicht mehr erreichbar. Mittwoch gab es unter der Adresse mtgox.com dann ein Statement von Mark Karpeles zu lesen. Darin versichert er den Anlegern, er sei nicht aus Japan geflohen und tue alles, um eine Lösung für das Problem der Bitcoin-Börse zu finden.

Karpeles bittet die Kunden, von Fragen an das Mt.Gox-Team abzusehen. Sobald es etwas Neues zur Situation der Handelsplattform gebe, würde es auf der Homepage verkündet. Laut Financial Times werden bei Mt.Gox Bitcoins im Wert von etwa 400 Millionen US-Dollar gehandelt. Jon Matonis, Direktor der Bitcoin-Stiftung, gab im Rahmen des Mobile World Congress am Donnerstag sowohl den Betreibern der Börse als auch den Japanischen Behörden die Schuld an der Mt.Gox-Pleite: "Mt.Gox war nie wie eine Bank aufgestellt. Die Aufsichtsregeln wurden nicht befolgt. Es wäre wohl besser gewesen, die Nutzer hätten ihre Bitcoin auf ihrem Laptop oder Smartphone gehortet."


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