Mio Fuse: Laufuhr für den ganzen Tag ausprobiert

Wo sich der Puls am genauesten und bequemsten messen lässt, wird immer mehr zu einer Glaubensfrage. Beim Mio Fuse hat sich der kanadische Hersteller für das Handgelenk entschieden. Die Laufuhr will Euch aber nicht nur beim Training begleiten, sondern als Aktivitätstracker den ganzen Tag an Eurem Arm bleiben.

Egal ob beim Joggen, Spazierengehen oder auf der Arbeit, das Mio Fuse will immer bei Euch sein. Das Armband ist eine Kombination aus Laufuhr, die Euch beim Joggen mit aktuellen Daten versorgt, und Fitnesstracker, der Eure Aktivitäten über den gesamten Tagesverlauf misst.

Pulssensor und Leuchtdioden

Das Kunststoffarmband der Mio Fuse ist recht breit, aber dafür vergleichsweise flach und schmiegt sich an Eure Haut an. Ihr müsst es allerdings sehr eng tragen, da sonst der eingebaute Pulssensor die Herzfrequenz nicht messen kann. Trotzdem wurde es in der kurzen Zeit nicht unbequem; wie es sich nach einem ganzen Tag anfühlt, kann ich noch nicht beurteilen. Die Messdaten lest Ihr direkt auf der Anzeige aus Leuchtdioden ab. Dort seht Ihr auch, wie lange Ihr schon gelaufen seid, welche Distanz Ihr dabei zurückgelegt und wie viele Kalorien Ihr verbraucht habt. Die Uhrzeit zeigt die Fuse natürlich auch an.

Durch die Leuchtdioden lassen sich die Angaben auch im Dunkeln gut ablesen, allerdings arbeitet das Display nur im Querformat. Am Handgelenk wäre es allerdings im Hochformat deutlich bequemer abzulesen. Ein Problem, das bei fast allen Uhren-Gadgets mit rechteckigem Display auftritt – Ausnahmen wie die Gear Fit von Samsung bestätigen die Regel.

Die Mio Fuse ist bis zu einer Tiefe von 30 Meter wasserdicht. Ihr könnt mit ihr also nicht nur im Regen joggen, sondern auch Schwimmen gehen. Die Bedienung erfolgt über zwei Sensortasten neben dem Display und einem Knopf unter dem Display. Es braucht einen Moment, bis man den genauen Aufbau des Menüs verstanden hat, dann läuft es aber gut.

Mir ist noch aufgefallen, dass die Sensortasten auf Berührungen gut reagieren, wenn man das Armband angelegt hat. Hält man es dagegen nur in der Hand, reagieren sie nur sehr selten auf Berührungen oder sind einfach schwerer zu treffen. Eine App zur Anzeige und Auswertung der Daten steht mit Mio Go für Android und iTunes zum Download bereit.

Ein ausführlicher Test muss her

Der Mio Fuse ist bereits erhältlich und kostet rund 150 Euro. Damit bewegt es sich im üblichen Preisbereich von pulsmessenden Armbändern. Auch wenn ich die Grundidee und das Design vom Mio Fuse sympathisch finde, konnte mich die Laufuhr / der Aktivitätstracker in der kurzen Zeit noch nicht überzeugen. Ob ein längerer Test das ändern kann?


Weitere Artikel zum Thema
Apple Watch 3 mit LTE beson­ders beliebt – iPhone 8 konkur­riert mit iPhone X
Francis Lido
Vorbesteller bevorzugen offenbar die LTE-Variante der Apple Watch 3
Die LTE-Version der Apple Watch kommt bei der zahlenden Kundschaft gut an. Weniger Begeisterung soll hingegen bisher das iPhone 8 auslösen.
Neuer Chip in der Apple Watch 3 soll vor allem Akku sparen
Guido Karsten2
In der Apple Watch 3 ist für einen größeren Akku kein Platz
Apples neuer W2-Chip ist für Bluetooth- und WLAN-Verbindungen der Apple Watch 3 zuständig. Er soll vor allem die Akkulaufzeit erhöhen.
Apple: TV-App erscheint noch 2017 in Deutsch­land
Francis Lido
Die TV-App kommt demnächst auch auf deutsche Apple-Geräte
Apples TV-App wird demnächst auch bei uns verfügbar sein. In Kanada und Australien hat Apple wohl bereits mit der Verbreitung begonnen.