Mit diesen Apps könnt ihr Musik gratis und legal streamen

Spotify könnt ihr auch gratis hören
Spotify könnt ihr auch gratis hören(© 2018 CURVED)

Musik-Streaming-Dienste kosten in der Regel rund 10 Euro im Monat. Es gibt aber auch Mittel und Wege, Musik ohne Abo anzuhören. Gratis und legal.

Klar, ein Musik-Streaming-Dienst ist eine praktische Sache, verursacht aber auch monatliche Kosten. Wer lieber nicht auf ein Abo-Modell eingehen oder sich regelmäßig Gutscheinkarten für Spotify, Apple Music und Co. kaufen möchte, kann aber trotzdem die Lieblingsmusik streamen – sogar komplett gratis und legal.

Spotify funktioniert auch ohne Abo

Das beste Beispiel ist sogar Spotify selbst. Der Streaming-Dienst zählt der 140 Millionen Nutzer, aber "nur" 70 Millionen davon bezahlen regelmäßig Geld an das schwedische Unternehmen. Der Rest hört Musik über das Angebot "Spotify Free" kostenlos. Um den Dienst in Anspruch zu nehmen, müsst ihr euch lediglich bei Spotify registrieren. Allerdings müsst ihr im Vergleich zur zahlenden Kundschaft auch ein paar Einbussen in Kauf nehmen.

Zwar könnt ihr nach Künstlern, Alben, Playlisten und Radiosender suchen. Auf die Wiedergabeabfolge habt ihr aber keinen Einfluss. Alle Tracks werden im sogenannten "Shuffle Play", also im Mix abgespielt. Außerdem könnt ihr nicht jeden Song überspringen und die Musik auch nicht herunterladen um sie offline zu hören. Dazu kommt: In periodischen Abständen spielt Spotify Werbung ein. Immerhin habt ihr aber ab und an die Möglichkeit, euch eine werbefreie halbe Stunde zu verschaffen, in dem ihr euch einen Werbeclip anseht.

Mit Google Play Music einen eigenen Streaming-Dienst bauen

Auch Google hat mit Google Play Music einen eigenen Streaming-Dienst am Start, für den ihr monatlich löhnen müsst. Habt ihr aber noch viele MP3s auf der Festplatte eures Computers, könnt ihr euch mit Googles Hilfe auch einen eigenen Streaming-Dienst bauen. Mit dem "Google Play Musik-Manager" könnt ihr die Songs ganz einfach in die Cloud laden und mit dem Smartphone, Tablet oder am PC anhören. Einen Haken gibt es aber: Zwar bietet euch Google das Hochladen kostenlos an. Ihr könnt aber nur 50.000 Titel in der Cloud speichern. Auch das sollte aber für den Anfang reichen. Wie der Google Play Musik-Manager funktioniert, verraten wir euch hier.

Auch ein weiterer Google-Dienst macht es euch möglich, kostenlos Musik zu hören. Die Rede ist, na klar, von YouTube. In dem Video-Netzwerk findet ihr nicht nur zahlreiche Indie-Künstler, die ihre Musikvideos hochladen, um sich selbst zu promoten. Auch viele bekannte Acts haben einen eigenen Kanal für ihre Clips, meist in Zusammenarbeit mit dem Musikvideo-Anbieter Vevo, der auch separat eine gute Anlaufstelle ist. Im Portfolio hat der Dienst nach eigenen Angaben 330.000 Videos. Sowohl bei YouTube als auch bei Vevo ist die Nutzung grundsätzlich kostenlos. Das heißt für euch: Vor den einzelnen Clips müsst ihr mit Werbung rechnen. Beide Dienste gibt es als App für Android und iOS.

Auf YouTube könnt ihr euch das neueste Video von Justin Timberlake ansehen.(© 2018 CURVED)

SoundCloud bietet ebenfalls Musik zum kostenlosen Streamen an. Der Katalog umfasst nicht nur junge Talente, die ihre Musik zu Teilen auch gratis zum Download anbieten, sondern auch etablierte Künstler wie Ed Sheeran. Wollt ihr deren Tracks anhören, müsst ihr aber teilweise Werbung vor den Songs in Kauf nehmen, oder doch das kostenpflichtige Angebot SoundCloud Go+ in Anspruch nehmen. Eine weitere Stärke der Plattform: Viele Unternehmen laden ihre Podcasts auf SoundCloud hoch, damit ihr sie euch kostenfrei anhören könnt.

Amazon Prime Music und Apple Music

Nicht direkt kostenlos aber doch eine nette Dreingabe ist Amazon Prime Music. Seid ihr Prime-Kunden beim Versandhändler, habt ihr Zugriff auf ein Angebot, das aktuell mehr als zwei Millionen Lieder enthält. Klar, auf den einen oder anderen Newcomer oder auch Klassiker müsst ihr bei der Auswahl verzichten. Zum Vergleich: Spotify hat etwa 30 Millionen Titel im Angebot. Immerhin gibt es aber auch keine Werbung, eine Offline-Funktion und die Live-Übertragung aller Spiele der 1. und 2. Bundesliga. Als Zugabe für schnelleren Versand ist Amazon Prime Music durchaus in Ordnung.

Bei Apple sieht es da schon wieder anders aus. Zwar ist der Zeitraum, in dem ihr Apple Music gratis testen könnt mit drei Monaten sehr großzügig bemessen, danach führt allerdings kein Weg am Bezahl-Abo vorbei. Immerhin ist der Zugriff auf den Radiosender Beats 1 mit dem Star-DJ Zane Lowe kostenlos. Ihr findet den Sender in der "Apple Music"-App für iOS  auf dem iPhone neben zahlreichen anderen Radiostationen, die ihr kostenlos streamen könnt.

Wollt ihr dafür nicht auf Apple Music zurückgreifen, gibt es aber auch andere Apps, die das Streamen von Radio-Station ermöglichen. Dazu gehört zum Beispiel TuneIn-Radio. Auf den Dienst greift zum Beispiel Amazons persönliche Assistenz Alexa zurück wenn man sie darum bittet, einen Radiosender zu starten. Gegen eine Abo-Gebühr könnt ihr euch auch Live-Sportübertragungen aus den großen vier US-Ligen NBA, NFL, MLB und NHL anhören, und Inhalte aufnehmen. Eine weitere kostenfreie Alternative ist der Dienst iHeartRadio.

Mehr Musik?

Soll es doch lieber das komplette (aber kostenpflichtige) Angebot sein, könnt ihr hier nachlesen, welcher Streaming-Dienst das richtige Angebot für euch parat hält. Und weil Musik ohne Kopfhörer nur halb so viel Spaß macht, zeigen wir euch hier den richtigen Bluetooth-Kopfhörer für euer Smartphone.

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