Zahlt ihr mit einem iPhone beim Carsharing von Sixt mehr?

UPDATE
Ist mit einem iPhone Xs Max das Carsharing über Sixt teurer? Laut dem Anbieter ist das nicht so
Ist mit einem iPhone Xs Max das Carsharing über Sixt teurer? Laut dem Anbieter ist das nicht so(© 2018 CURVED)

Update (21. März 2019, 15:50 Uhr): Sixt hat mittlerweile Stellung bezogen. Entgegen der Aussage aus dem Welt-Artikel sollen personenbezogene Daten und das verwendete Smartphone keine Auswirkungen auf die Preisgestaltung haben. Demnach zahlen iPhone-Nutzer aufgrund ihrer Handy-Marke nicht extra. Abweichungen im Preis sollen lediglich durch die zeitliche und örtliche Nachfrage entstehen. Wir haben den Text entsprechend angepasst.

Individuelle Preisgestaltung bei Sixt Share: Mittlerweile führt die Autovermietung Sixt einen eigenen Carsharing-Dienst, der bereits in Berlin und Hamburg verfügbar ist. Anscheinend bekommen aber nicht alle Nutzer die gleichen Preise angezeigt. Wie teuer die Anmietung ist, hängt von verschiedenen Dingen ab.

Für die Berechnung eines Mietpreises kommt eine künstliche Intelligenz zum Einsatz, wie Sixt-Strategievorstand Alexander Sixt auf einer Bilanzpressekonferenz verkündet hat. Wie hoch der Preis für einen Nutzer ausfällt, sei von mehreren Faktoren bestimmt. Laut der Welt soll auch das verwendete Endgerät Einfluss auf den Preis nehmen. In Wirklichkeit sei das aber nicht so, hat uns Sixt auf Nachfrage bestätigt.

Wer mehr Geld hat, zahlt auch mehr?

Sixt hat die Nutzung personenbezogener Daten in einem Statement dementiert, das uns vorliegt. In einem Absatz heißt es: "Bei SIXT steht immer der Nutzen für den Kunden im Vordergrund. Um unseren Kunden die bestmögliche Verfügbarkeit zu garantieren, können die Preise deshalb in Abhängigkeit der zeitlichen und örtlichen Nachfrage variieren – egal ob das Preismanagement manuell oder durch Hilfe von künstlicher Intelligenz durchgeführt wird. Personenbezogene Daten, wie zum Beispiel das Betriebssystem eines Smartphones, spielen für die aktuelle Preisermittlung keine Rolle."

Die Welt zitiert allerdings eine Aussage von Alexander Sixt: „Wer aus einem Chanel-Laden auf der Maximilianstraße läuft, bekommt wahrscheinlich einen höheren Preis als jemand, der aus einem Outlet-Geschäft kommt“. Hier lag der Schluss nahe, dass personenbezogene Ortungsdaten doch eine Grundlage für den Preis sind.

Kein Widerspruch

Wir haben bei Sixt nachgehakt und um Klärung gebeten: Demnach hat sich der Strategievorstand wohl nur etwas unglücklich ausgedrückt. Ausschlaggebend sei für den Preis lediglich, ob sich der Nutzer etwa direkt in der Innenstadt (Beispiel Maximilianstraße in München) oder am Stadtrand (Beispiel Outlet-Geschäft) befindet. Hier können Preise deshalb abweichen, da die Nachfrage in der Innenstadt in der Regel höher ist.

Der Carsharing-Service von Sixt Share sieht vor, dass ihr sogar nur für wenige Minuten einen Wagen anmieten könnt – oder auch für mehrere Tage. Ihr habt dabei die Wahl zwischen verschiedenen Fahrzeugarten. Darunter kompakte Modelle und Cabrios. Anschließend könnt ihr das Fahrzeug an einer beliebigen Stelle innerhalb des Geschäftsgebiets abstellen. Buchungen könnt ihr über die "SIXT rent. share. ride."-App vornehmen, die für Android und iPhone verfügbar ist.


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