Mobile Apps lassen Googles Suchmonopol bröckeln

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Google muss sich etwas einfallen lassen, um den Anschluss auf Mobilgeräten nicht zu verlieren
Google muss sich etwas einfallen lassen, um den Anschluss auf Mobilgeräten nicht zu verlieren(© 2014 CC: Flickr/Carlos Luna)

Apps statt Browser: Einer Studie zufolge nutzen immer mehr Menschen spezialisierte Apps für Suchanfragen im Internet. Googles Anteil an Werbeeinnahmen sank im vergangenen Jahr drastisch, berichtet Ad Age. Die Vormachtstellung unter den Suchmaschinen könne im Laufe der nächsten Jahre ins Wanken geraten, wenn immer mehr Werbeinvestitionen in den mobilen Sektor fließen – und Browser-basierte Lösungen ins Hintertreffen geraten könnten.

"Die Menschen schauen nicht auf ihr Smartphone und denken 'Oh, ich muss auf meinen Browser schauen'", erläutert Cathy Boyle – Senior Mobile Analyst beim Marktforschungsunternehmen eMarketer – den derzeitigen Trend. Im Jahr 2013 etwa fiel der Anteil der Werbeeinnahmen des Suchmaschinenriesen gemessen am Gesamtvolumen um knapp 15 Prozent geringer aus, von 82,8 auf 68,5 Prozent. Der Bereich, in den mobile Apps fallen, legte hingegen knapp 18 Prozent zu und steigerte sich von 5,4 auf 22,9 Prozent.

Die Konkurrenz ist eine Masse von Apps

Während mobile Nutzer immer mehr Zeit in Apps statt im Browser verbringen, steigt auch das Angebot an hochgradig spezialisierten Such-Anwendungen, die zwar keinen Internet-Rundumschlag bieten, aber genau deshalb genauere Ergebnisse erzielen können. Angefangen bei Amazons eigener App, die Preise vergleicht, Barcodes scannt und als virtuelle Ladentheke dient, gibt es mit Kayak etwa eine Suchmaschine für Reisen, mit Indeed eine für Jobs. Und dann ist da noch Yelp, mit der sich die Umgebung gezielt nach Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Co. absuchen lässt.

Bis 2018 sieht eMarketer das Volumen an Werbeinvestitionen auf 28,41 Milliarden US-Dollar anwachsen. Der Löwenanteil davon soll mit rund 86 Prozent auf mobile Geräte ausgerichtet sein. Bis dahin wird sich Google etwas einfallen lassen müssen, damit das Unternehmen nicht ins Hintertreffen gerät.