Mobile Shopping - Einkaufen mit dem Smartphone

Mobile Payment näher gebracht. Nun wollen wir zeigen, wie mobile Shopping das Leben etwas leichter machen kann und Zeit spart.

Einkaufen müssen wir alle

Ob Kleidung, Lebensmittel, Bücher für die Ausbildung oder Geschenke für einen Geburtstag, wir alle müssen unseren Tag so strukturieren, dass wir Zeit für den Konsum und Shopping finden. Bisher lief das meistens so ab, dass wir in ein überfülltes Geschäft gegangen sind, uns Ware aus einem Regal ausgesucht und dann schwere Tüten nach Hause getragen haben. Der Shopping-Ausflug war perfekt. Sparfüchse und Zeitmanager unter uns bestellen auch schon Mal online Bücher, Drucker und Co. bei Amazon vom heimischen PC aus und lassen sich das bequem nach Hause in die vierte Etage liefern. Der Postbote freut sich.

Shopping 2.0 - die kleinen Helfer für Zwischendurch

Mobile Shopping macht nun noch mehr Spaß. Auf dem Weg zur Arbeit kann in der S-Bahn die Einkaufsliste für den wöchentlichen Einkauf von Lebensmitteln gestaltet und später im Supermarkt abgearbeitet werden. Mehrere Discounter und Lebensmittelhändler bieten eine App an, die über aktuelle Produkte informiert. Eine relativ gut gelungene App ist die vom Einzelhändler Real. Einmal angemeldet kann ich aktuelle Angebote einsehen, Bewertungen über Produkte der Real-Eigenmarken abgeben und begutachten. Gefallen mir Produkte, kann ich diese sofort auf die persönliche Einkaufsliste schreiben, um sie dann später abzuarbeiten. Sollte man mal nicht in der Heimat sein, kann über den Marktfinder ein Real-Markt in der Nähe gefunden werden.
Ein nettes Extra ist auch der Tab „Kochshow“. Dort werden passend zu den Lebensmitteln, die man kaufen möchte, auch gleich mögliche Rezepte als Videos angeboten. Gefällt der saftige Krustenschinken im Angebot so gut, kann dieser auch per Email, auf Facebook oder Twitter weiterempfohlen werden. Das nennt man dann wohl Social Shopping.

Amazon, 1994 gegründet, kennt mittlerweile Jeder und viele von uns nutzen es auch regelmäßig. Der weltgrößte Versandhändler hat die iPad-App Windowshop herausgebracht, die Produkte nach Kategorien ordnet und wie in einem (Schau)Fenster darstellt. So kann bequem auf der Couch eingekauft werden. Bewegen müssen sich nur die Finger und der Postbote.

Neben Amazon bieten auch kleine Geschäfte und Versandhändler Produkte zu einem guten Preis an. Das Online-Preisvergleichsportal billiger.de hilft dem Konsumenten dabei, diese Angebote zu finden. Dafür gibt es eine passende App, verfügbar für Windows- und Android-Smartphones sowie iPhones und das Tablet. Sobald die kostenlose App heruntergeladen wurde, kann auch schon gestöbert und geshoppt werden. Von überall und jederzeit. Wer unterwegs Produkte online vergleichen will, scannt einfach den Barcode mit der App und billiger.de zeigt einem das preiswerteste Angebot.

Mobile Shopping heißt aber auch direkter Kontakt zwischen Nutzer und Nutzer. So bietet Ebay seit Jahren eine Platform, auf der Privatkunden Secondhand-Artikel erwerben oder verkaufen können. Mit den Apps von Ebay lassen sich relativ leicht Artikel mobil einstellen und verkaufen. Der Verkauf und die Gebote können dann unterwegs auf dem Weg zur Arbeit überwacht werden. Wem Ebay zu kompliziert ist, der sollte sich Stuffle angucken. Der mobile Nachbarschaftsflohmarkt für die Hosentasche ist eine gute Alternative zu Ebay-Kleinanzeigen.

Wenn der Shop zum Konsumenten kommt

Was tun, wenn der Konsument einfach keine Zeit hat, um selbst einzukaufen? Diese Frage hat sich auch das britische Unternehmen Tesco in Südkorea gestellt und dafür sogar eine Lösung gefunden. Kunden können beim Warten auf den Zug oder Bus bequem mit dem Smartphone Produkte, die sich auf einer Wand befinden, scannen und bekommen diese dann nach Hause geliefert. Mit diesem genialen Trick konnte Tesco die Nummer 1 im südkoreanischen Markt werden.

Shopping 2020

Nun ist Einkaufen auch oftmals ein Ritual oder dient einfach nur dem Zeitvertreib unter der Woche, wenn man durch Einkaufszentren flaniert und die neusten Trends entdeckt. Shopping als Freizeitsport ist bei Frauen besonders beliebt. Amazon, Ebay und Tesco haben es vorgemacht und die Art und Weise wie wir einkaufen grundlegend verändert.
Wir befinden uns in einer spannenden Phase des mobilen Konsums. Und eine zentrale Frage dabei ist: Wie werden wir in 8 Jahren einkaufen gehen und vor allem wo? Mit dieser Frage beschäftigen sich auch der mobile Inkubator Studenten können sich bis zum 14. September bewerben und Ideen zu Thema m-Commerce und Shopping in der Zukunft entwickeln und einreichen. Die 10 besten Ideen werden im Vorfeld ausgesucht und die Gewinner haben die Möglichkeit zum MLOVE ConFestival nach Japan zu fliegen und eine Reihe von internationalen Experten der mobilen und digitalen Industrie zu treffen. Die beste Idee wird mit 10.000€ Seed-Capital belohnt.

Was sind eure Ideen? Wie wollt ihr in Zukunft einkaufen und Produkte erwerben? Müssen Produkte vorab begutachtet werden oder reicht es online ein paar Empfehlungen Anderer zu lesen und denen zu vertrauen? Schreibt mir doch Eure Kommentare und Meinungen zum Thema Shopping 2020. Vielleicht sind super Ideen dabei und wir nehmen zusammen am FutureMOVE Wettbewerb teil? In Japan einzukaufen ist sicherlich ein unvergesslichesErlebnis.

 

Hinweis: Der Autor ist mit MLOVE geschäftlich verbunden und hat keinen Einfluss auf den von MLOVE und billiger.de initiierten Wettbewerb. 

[foto: Carolyn Coles - cc by 2.0]