Mode statt Tech: Fashion-Advokaten für die Apple Watch

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Die Modebranche hält mit der Apple Watch Einzug in den Apple Stores.
Die Modebranche hält mit der Apple Watch Einzug in den Apple Stores.(© 2014 Vogue)

Die Apple Watch könnte die Apple Stores verändern: Die Geschäfte des iPhone-Konzerns werden sich möglicherweise von reinen Technik-Verkaufsstellen in Fashion-Boutiquen verwandeln. Das legen zumindest interne Dokumente von Apple nahe, denen zufolge das Unternehmen Verkäufer mit Erfahrung im Mode- und Luxus-Bereich sucht.

Eine Apple Watch zu verkaufen, ist etwas ganz anderes, als ein iPhone, iPad oder iMac anzupreisen. Das scheinen zumindest die Verantwortlichen von Apple in Cupertino zu glauben. Die Verkäufer in den Apple Stores versprühen nach Außen zwar eine große Begeisterung für ihren Arbeitgeber und dessen Produkte in ihrem Laden, aber dass sie ein Gadget und Mode-Accessoire wie die Apple Watch an die Käufer bringen können, scheint das Konzern-Management ihnen nicht zuzutrauen.

9to5mac.com will aus internen Dokumenten von Apple erfahren haben, dass das Unternehmen gezielt Verkäufer sucht, die Erfahrungen im Mode- und Luxus-Bereich haben. Sie sollen den Kunden in den Stores wohl gezielt die Apple Watch schmackhaft machen. Das ist insofern logisch, da die Auswahl an Modellen bei der Smartwatch mit 34 Varianten deutlich größer ist als bei allen anderen Apple-Produkten.

Eine Uhr ist ein Mode-Accessoire und kein Computer

Zudem ist die technische Ausstattung dieser 34 Apple Watch-Modelle identisch und die potenziellen Käufer müssen nicht über die Vorzüge von mehr Speicherplatz, schnelleren Prozessoren oder größeren Bildschirmen aufgeklärt werden. Stattdessen sind bei der Smartwatch die Unterschiede zwischen Edelstahl- und Aluminium- oder 18 Karat Gelbgold- und Roségoldlegierungen sowie die Vor- und Nachteile von Glieder-, Sport-, Milanaise- und Loop-Lederarmbändern und einem modernen und einem klassischen Armband wichtig. Da wird es bei Preisen von bis zu mehreren Tausend Euro mehr Beratungsbedarf im Laden geben, als beim Upgrade auf die nächste iPhone-Generation, bei dem sich die allermeisten Käufer schon vor dem Betreten des Ladens für eine der drei Farben entschieden haben.

Mit der ehemaligen Burberry-Chefin Angela Ahrendts steht bereits eine Managerin an der Spitze von Apples Verkaufsabteilung, die über viel Erfahrung im Fashion-Bereich verfügt. Die Apple Stores werden sich somit mit dem Verkaufsstart der Apple Watch zwar verändern, aber nicht komplett in Juweliere oder Mode-Boutiquen verwandeln. Die Smartwatch wird ihren Bereich mit speziell geschulten Verkäufern und extra Sicherheitsvorkehrungen für die besonders teuren Modelle der Apple Watch Edition bekommen.

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