Model 3 gebraucht für 150.000 Dollar: Der günstige Tesla wird zum Luxusauto

"Hatta Klima?" Das Tesla Model 3 ist begehrt.
"Hatta Klima?" Das Tesla Model 3 ist begehrt.(© 2017 Tesla)

Nur 3.000 Kilometer gefahren, Reifen noch neu, Klima. So oder so ähnlich muss die Anzeige eines Tesla-Mitarbeiters ausgehen haben, der sein Model 3 für stolze 150.000 Dollar verkaufen wollte.

Mehr als 400.000 Kunden sollen sich bereits ein Tesla Model 3 vorbestellt haben. Das Problem: Bis die Vorbesteller ihr Auto bekommen, kann es noch Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern. Denn der Hersteller kämpft bei der Produktion noch mit Problemen und kann seine Ziele nicht einhalten. Diesen Umstand wollte sich ein Mitarbeiter zum Vorteil machen. Wie Jalopnik berichtet, hatte der Angestellte sein Model 3 auf dem Kleinanzeigenportal Craigslist, vergleichbar mit Ebay Kleinanzeigen, eingestellt – für schlappe 150.000 US-Dollar.

3.000 Kilometer gelaufen, Scheckheft gepflegt, 150.000 VB

Das Auto soll mit der Vehicle Identification Number 209 angeboten worden sein. Diese niedrige Nummer spricht dafür, dass es sich beim Verkaufenden tatsächlich um einen Tesla-Mitarbeiter handelt. Schließlich sind die ersten vom Band gelaufenen Modelle direkt an Angestellte des Unternehmens gegangen. In der Anzeige beschrieb der Verkäufer das Auto als wenig genutzt und als einmalige Option, die lange Warteliste zu umgehen und "das Auto der Zukunft sofort zu kaufen."

Bei dem Wagen handelte es sich um die "Long Range"-Variante, mit der der Verkäufer bereits 2.000 Meilen, also rund 3218 Kilometer zurückgelegt hatte. Diese Ausgabe bietet eine höhere Reichweite als das 35.000 US-Dollar teure Basismodell und weitere Extras wie eine Premium-Innenausstattung und ein besseres Soundsystem.

Bitte nur ernsthafte Gebote

Mit 56.000 US-Dollar kostet das Model 3 in der Konfiguration – Autopilot und das später verfügbare autonome Fahren sind ebenfalls inklusive – aber immer noch nur einen Bruchteil dessen, was der Mitarbeiter verlangt hatte. Genau das könnte dem unbekannten Verkäufer mittlerweile zum Verhängnis geworden sein. Denn Teslas Richtlinien verbieten den Weiterverkauf der Autos durch Mitarbeiter für mehr als den von Tesla selbst ausgegebenen Preis.

Der Verkäufer selbst war sich darüber offenbar nicht im Klaren. Er schrieb in seiner Anzeige: " Ich bin mir nicht wirklich sicher, wie ich den Preis für das Auto ansetzen soll, aber das Verlangen danach ist offensichtlich. Ich verstehe die Neugier, aber bitte nur ernsthafte Angebote." Ob wohl wirklich jemand eines abgegeben hat, bevor die Anzeige nach nicht einmal zwölf Stunden wieder verschwand?


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