Moto X: Neues Top-Modell angekündigt

Zur technischen Ausstattung – Prozessor, Größe, Display etc, – hat Woodside noch keine Angaben gemacht. Er verriet jedoch, was die Besonderheiten des Moto X sein werden, und die hören sich recht spannend an. Wie erwartet soll die Hardware auch nicht das entscheidende Element sein, sondern eher bestimmte Features das Smartphone interessant machen.

Sensoren machen Smartphone wirklich smart

Da wären zum einen die Sensoren: Im Moto X sollen davon mehr verbaut sein als in anderen Smartphones. Dies soll dann dazu beitragen, dass das Smartphone sich in besonderer Weise an den Nutzer anpasst und auf seine Wünsche und Bedürfnisse reagiert. Das Moto X soll wissen, wenn man im Auto sitzt oder wenn man das Handy gerade in der Tasche hat und entsprechend darauf reagieren. Auch wenn man ein Foto machen möchte, soll das Moto X dieses quasi vorahnen und die Kamera schon bereit machen zur Aufnahme.

Noch ist unklar, wie all dies umgesetzt werden soll und wie weit man in der Entwicklung dieser neuen Features schon ist. Es klingt schon noch stark nach Zukunftsmusik, aber wenn es Motorola wirklich gelingt, all diese Features so zu entwickeln, dass sie zum Marktstart tatsächlich funktionieren, dann wäre das schon eine tolle Sache.

Zwei Prozessoren für lange Akku-Laufzeit

Zwei mehr oder weniger technische Details verriet Dennis Woodside dann aber doch noch. Zum einen soll man bei Motorola einen besonderen Fokus auf die Akku-Laufzeit und deren Optimierung gelegt haben. Zum anderen – und das hängt eng mit dem ersten Punkt zusammen – soll das Moto X über zwei Prozessoren verfügen. Diese sollen wohl ähnlich wie beim Samsung Galaxy S4 in der Octacore-Version mit dem Exynos 5-Chip aus einem langsameren, aber stromsparenden und aus einem schnellen Prozessor bestehen. Für die allermeisten Aufgaben reicht ein einfacherer Prozessor vollkommen aus, nur für die wirklich anspruchsvollen Aufgaben kommt dann der leistungsstärkere Prozessoren zum Einsatz.

Moto X: Erstes Smartphone, das in den USA gebaut wird

Und ein weiteres, interessantes Detail gab der Motorola-Chef noch preis: Das Moto X soll zum Großteil in den USA gefertigt werden, in einer ehemaligen Nokia-Fabrik in Fort Worth, Texas. Einzelteile werden wohl weiterhin in Asien produziert, aber zu 70 Prozent soll das Moto X in den USA entstehen und zusammengesetzt werden. So soll es möglich sein, enger mit den Designern und Entwicklern zusammenzuarbeiten und bestimmte Wünsche und Änderungen auch kurzfristig umzusetzen. Dafür will Motorola rund 2.000 neue Mitarbeiter im Heimatland USA einstellen, so Woodside.

Marktstart noch offen

Noch ist nicht ganz klar, wann genau das Moto X auf den Markt kommen wird. Dennis Woodside sprach im Interview mit Walt Mossberg von Oktober 2013, in der Pressemitteilung, die Motorola nach dem Interview veröffentlichte war jedoch schon von Sommer 2013 die Rede. Offen ist außerdem, in welchen Ländern außerhalb der USA das neue Motorola-Smartphone auf den Markt kommen wird. Und auch zum Betriebssystem machte Dennis Woodside noch keine Angaben. Auch zu den zahlreichen Gerüchten rund um ein biegsames Display, Saphirglas und vielen mehr äußerte er sich nicht.