Moto X offiziell vorgestellt

Das Moto X ist nicht, wie anfangs erwartet, ein Highend Smartphone, sondern passt eher in die Mittelklasse-Schublade, zumindest was die reine technische Ausstattung angeht. Dennoch, das Konzept und das Produkt an sich sind durchaus interessant.

Mitteklasse-Ausstattung mit Dualcore-Prozessor

Angetrieben wird das Moto X von einem mit 1,7 GHz getakteten Motorola X8 Prozessor, der wohl auf dem Snapdragon S4 Pro basiert. Motorola verbaut also keinen Quadcore-Chip, sondern setzt auf einen stromsparenderen Dualcore-Prozessor, der noch dazu in Sachen Energieeffizienz optimiert worden sein soll. Dazu gibt es 2 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 16 GB oder 32 GB internen Speicher. Auf einen Slot für eine MicroSD-Karte verzichtet man, genau wie auch Google das bei den Nexus-Modellen tut.

Android 4.2 und Touchless Control

Als Betriebssystem kommt Android 4.2.2 Jelly Bean zum Einsatz. Allerdings wurde nur eine kleine Anpassung vorgenommen, sodass man von einem schnellen Update auf Android 4.3 ausgehen darf. Einzige Änderung am puren Android: Active Display, eine Funktion die es ermöglicht, E-Mails auf dem Lockscreen zu lesen, ohne das Smartphone entsperren zu müssen. Außerdem hat Motorola die berühungslose Bedienung – Touchless Control – eingeführt.Das Smartphone soll viele Aktionen ausführen können, ohne dass man es bzw. den Touchscreen dafür berühren muss. So lässt sich beispielsweise die Kamera durch zweimaliges Schütteln starten,außerdem soll es auf Sprachbefehle hören, womit sich beispielsweise Google Now starten lässt - und zwar ebenfalls aus dem Schlaf heraus, also wenn das Moto X eigentlich gesperrt ist. Wie genau das umgesetzt wurde und wie gut es tatsächlich funktioniert, bleibt abzuwarten.

Handliches Moto X durch randloses Display

Das Display des Moto X misst 4,7 Zoll in der Diagonalen und hat eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Also auch in dieser Hinsicht hält man sich mit rekordverdächtiger Ausstattung zurück. Da das Display jedoch fast randlos ist, kann das Moto X sehr kompakt gebaut werden, mit Maßen von 129,3 x 65,3 x 10,4 Millimetern ist es trotz des relativ großen Displays vergleichweise handlich. An der dünnsten Stelle misst das Moto X nur 5,8 Millimeter.

Starke Kamera, gute Akku-Laufzeit

An der Rückseite sitzt eine 10 MP Kamera. Diese lässt sich nicht nur berührungslos auslösen, sondern hat nach Angaben von Motorola auch einen Sensor, der bis zu 75 Prozent mehr Licht einfängt als andere Kameras in Smartphones. Somit sollen auch im Dunkeln gute Aufnahmen gelingen und auch bewegte Szenen soll das Moto X einfangen können. Die Frontkamera löst mit 2,1 MP auf. Mit 2.200 mAh ist der Akku recht ordentlich bemessen, man darf hier schon gespannt sein, was die ersten Tests des Moto X zur Akku-Laufzeit herausfinden werden. Mit an Bord ist auch der neue, schnellere Mobilfunk-Standard LTE sowie WLAN, Bluetooth 4.0 und NFC.

Moto X vorerst nur in Amerika

So weit hört sich das alles recht gut an. Was sich hingegen weniger gut anhört: Das Moto X wird – zumindest vorerst – nicht in Deutschland erhältlich sein. In den USA, Kanada und Südamerika kommt es voraussichtlich Ende August, Anfang September 2013 auf den Markt. Interessant ist, dass man das Moto X ganz nach eigenem Geschmack personalisieren kann. Über den online zugänglichen Moto Maker hat der Käufer über 2.000 Möglichkeiten sein ganz individuelles Moto X zu entwerfen – von der Farbe über die verwendeten Materialien bis hin zu einer Gravur auf dem Gehäuse ist fast alles möglich. Diese Personalisierungsoption hängt jedoch vom Provider ab, bei dem man das Moto X kauft, vorerst bietet wohl nur AT&T den Moto Maker an.