Motorola razr 2 in Entwicklung: Das soll beim neuen Foldable besser werden

Das Motorola razr ist schick – musste aber viel Kritik einstecken. Das soll sich beim Nachfolger ändern.
Das Motorola razr ist schick – musste aber viel Kritik einstecken. Das soll sich beim Nachfolger ändern.(© 2020 Via instagram @motorolaus)

Zunächst mit Spannung erwartet, steckte das neue razr nach der Markteinführung reichlich Schelte von Kunden und Testern ein. Stichwort: Blasen im Display und mittelmäßige Hardware. Motorolas Ingenieure überlegen jedoch bereits, was sie bei ihrem nächsten Foldable besser machen wollen.

Das hatte sich Motorola sicher anders vorgestellt: Nach einem erfolgreichen Marktstart stand das razr bei seinen Nutzern schnell im Visier der Kritik. Bemängelt wurde sowohl das instabile Display als auch das Preis-Leistungsverhältnis, denn für 1.500 US-Dollar bietet das razr allenfalls eine eher mittelmäßige Hardware.

Für die Ingenieure des Technik-Konzerns kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Sie machen sich bereits jetzt Gedanken darüber, was beim nächsten razr-Modell besser werden soll.

Was bringt Motorolas Foldable der Zukunft?

In einem Interview mit TechRadar stellen sich Ruben Castano, Motorolas Vizepräsident für Consumer Experience Design, und Carl Steen, Produktmanagement, den Fragen der Redaktion über die Zukunft der faltbaren Motorola-Handys. Hierbei kam natürlich auch die durchschnittliche Ausstattung des razr 2019 zur Sprache.

Angesprochen auf den im razr 2019 zum Einsatz kommenden, verhältnismäßig schwachen Snapdragon 710-Prozessor erwidert Steen, das razr verfüge über kein Quad-HD-Display – ein stärkerer Prozessor, der die HD-Performance unterstützt, wäre in diesem Fall also übertrieben gewesen.

Eine leistungsfähigere Ausstattung solle aber dennoch zu den Verbesserungen gehören, die für das nächste Foldable von Motorola eingeplant seien.

Will Motorola die Foldable-Entwicklung weiterverfolgen?

Auf die Frage, ob Motorola nach dem razr 2019 den Formfaktor "Foldable" überhaupt weiter verfolgen will, äußert sich Steen zuversichtlich: "Beim Formfaktor sind wir zuversichtlich", betont er und macht damit klar, dass Klapphandys wohl auch künftig ihren Platz in Motorolas Portfolio einnehmen werden.

Der Formfaktor solle allerdings optimiert werden, verkündet Steen, und bezieht sich dabei auf das Quick-View-Display auf der Front des faltbaren Smartphones, das künftig eine bessere Nutzererfahrung bringen soll. Eventuell werde auch das Hauptdisplay eine höhere Auflösung bekommen.

Weiterentwicklung soll sich nicht auf Klapphandys beschränken

Motorola will seine Entwicklung laut Steen allerdings nicht auf Klapphandys beschränken. Vielmehr werde auch über den Einsatz von faltbaren Displays bei Wearables, beispielsweise Smartwatches, nachgedacht.

Steen deutet außerdem an, dass 5G etwas sei, das Motorola bei seinen Geräten der kommenden Generation berücksichtigen möchte. Hoffen wir, dass sich diese Aussage nicht nur auf kommende Foldables, sondern auch auf andere Smartphone-Serien des Herstellers bezieht.

Nach der Bauchlandung des razr 2019 wäre eine Leistungssteigerung beim nächsten Motorola Foldable nicht nur wünschenswert, sondern  dringend nötig. Schließlich wird es bezüglich seiner Specs bereits jetzt von der Konkurrenz übertrumpft – wenngleich auch das Samsung Galaxy Fold oder Z Flip nicht frei von Fehl und Tadel sind.


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