Motorola RAZR i: Android 4.1 erst 2013

Eigentlich hatte Motorola angekündigt, dass das Motorola i im Oktober 2012 das Update auf Android 4.1 Jelly Bean erhalten soll. Doch bislang ist gar nichts geschehen. Jetzt hat das Handy-Urgestein, das inzwischen zu Google gehört, die Website, die über Android-Updates informiert aktualisiert. Und dort ist nun zu lesen, dass Motorola Jelly Bean für das RAZR i erst im ersten Quartal 2013 verteilen wird.

Android 4.1 fürs Motorola RAZR i mit Verspätung

Das bedeutet, dass unter Umständen fast ein halbes Jahr zwischen dem Zeitpunkt, zu dem das Update ursprünglich angekündigt war und dem tatsächlichen Rollout liegen könnte. Denn wenn Motorola „Quartal 1 2013“ weit fasst, dann könnte es Ende März werden, bis Android 4.1 endlich auf dem Motorola RAZR i ankommt. Und damit machen die Amerikaner ihrem Ruf, bei Updates extrem langsam zu sein alle Ehre.

Man mag Motorola zu Gute halten, dass das RAZR i das erste Smartphone mit Intel-Prozessor ist und es deshalb möglicherweise etwas länger dauert, bis man Android 4.1 Jelly Bean optimal auf die Hardware abgestimmt und angepasst hat. Doch ist es ja auch nicht so, dass Android 4.1 erst gerade eben veröffentlicht wurde. Warum es so lange dauert, bis das Update für das Motorola RAZR i verteilt ist, darüber gibt es bislang keine Stellungnahme von Motorola.

Motorola zahlt Entschädigung – aber nur an US-Kunden

Noch im September hatte Motorola großspurig angekündigt, eine Entschädigung von 100,- Dollar an die Kunden zu zahlen, die ein Smartphone aus dem Jahr 2011 oder 2012 haben, das nicht mit Android 4.1 versorgt wird. Allerdings gilt dieses Angebot von Motorola nur dann, wenn man ein neues Motorola-Smartphone kauft und dafür das alte an den Hersteller schickt. Außerdem bezieht es sichlediglich auf Nutzer in den USA. Damit fährt Motorola eine Zwei-Klassen-Politik, bei der die Nutzer in den Vereinigten Staaten bevorzugt behandelt werden. Das gilt generell in Sachen Updates, denn einige Motorola Tablets wie beispielsweise das Motorola XOOM (WiFi only) haben in den USA Updates erhalten, im Rest der Welt jedoch nicht.

Was genau Motorola mit dieser Art, mit Kunden umzugehen, bezwecken will, ist ziemlich unverständlich. Freunde macht man sich so jedenfalls nicht. Und das ist schade, denn Motorola konnte mit Geräten wie dem RAZR, dem RAZR HD oder dem RAZR Maxx durchaus überzeugen und lieferte eine gute Qualität ab. Angesichts der Update-Politik muss man sich jedoch gut überlegen, ob man Motorola guten Gewissens empfehlen kann. Denn auch wenn die aktuellste Firmware nicht für jeden Nutzer von großer Wichtigkeit ist – es birgt ja immer auch ein gewisses Sicherheits-Risiko, wenn man mit einer älteren Android-Version unterwegs ist.