Motorola RAZR i – das erste Motorola-Smartphone mit Intel-Chip

Bislang war es immer äußerst umstritten, ein Smartphone mit einem Intel-Prozessor auszustatten weil die Chips mit x86-Architektur im Vergleich zu ARM-Prozessoren einfach zu viel Strom benötigen. Doch Intel hat seine Chance im Smartphone-Markt erkannt und ist an der Sache drangeblieben. Gemeinsam mit Motorola hat der Chip-Hersteller jetzt das Motorola RAZR i vorgestellt, das erste Smartphone der Amerikaner, das von einem Intel-Chip der Medfield-Generation befeuert wird.

Nicht High End, aber solide

Das Motorola RAZR i mag vielleicht nicht das Super-High End-Modell sein, es kann sich von der Ausstattung her aber durchaus sehen lassen. Im Inneren arbeitet der Intel Atom Z2480 mit einer Taktfrequenz von 2 GHz. Zwar handelt es sich bei diesem Chip um einen Singlecore-Prozessor, doch dank Intels Hyper Threading Technologie soll er es mit einem Dualcore durchaus aufnehmen können – erste Benchmarks bestätigen dies. So hat das Motorola RAZR i in einem Test der Kollegen von AndroidPit das Galaxy Nexus mit Dualcore-Prozessor in fast allen Belangen geschlagen. Dem Motorola RAZR i stehen außerdem 1 GB RAM und 8 GB interner Speicher zur Verfügung, der mit einer MicroSD-Karte erweitert werden kann.

Display. Randlos, aber mit kleiner Auflösung

Ein weiteres Highlight des Motorola RAZR i ist das „Fullscreen Display“, wie der Hersteller es nennt. Das 4,3 Zoll große Super AMOLED Advance Display des neuen Smartphones geht fast bis an den Rand. An der Rückseite verbaut Motorola eine 8 MP Kamera, die nach eigenen Angaben in weniger als einer Sekunde startklar ist. Mit dem Serienbild-Modus lassen sich bis zu 10 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Kleines Manko: Das Motorola RAZR i kommt mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich auf den Markt. Ein Update auf Jelly Bean ist jedoch zumindest angedacht – und auch durchaus ratsam, will man die Kunden nicht zu sehr verärgern.

Das Display des Motorola RAZR i | Bild: Motorola.de

Robust und gut verarbeitet

Mit an Bord des Motorola RAZR i ist außerdem NFC. Somit lassen sich Bilder, Videos und sonstige Dateien drahtlos zwischen zwei Smartphones hin und herschicken – ganz ohne zusätzliche Kosten. NFC als Bezahl-Methode hat sich hierzulande noch nicht durchgesetzt, wir sind jedoch davon überzeugt, dass dies über Kurz oder Lang auch der Fall sein wird. Den neuen, schnellen Mobilfunk-Standard LTE unterstützt hingegen nur die US-Version des RAZR i. Für lange Laufzeiten soll ein 2.000 mAh starker Akku sorgen. Wie man es von Motorola kennt, verarbeitet das Handy-Urgestein auch beim RAZR i sehr hochwertige Materialien. Die Rückseite des Intel-Smartphones ist wieder aus Kevlar, das Display aus Gorilla Glas und ein Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium machen es besonders robust.

Nutzererwartungen neu definiert?

Zusammen mit Intel definieren wir neu, was Nutzer von einem mobilen Gerät erwarten. Eine Kamera, die in einem Augenblick startet, Web-Seiten, die unglaublich schnell laden und ein Smartphone, das gut in der Hand liegt

meint Ralf Gerbershagen, Vice President & General Manager Europe von Motorola Mobility Deutschland.

Das Motorola RAZR i liefert genau das, es kombiniert einen schnellen Intel Prozessor mit einem schönen Design und extra langer Akkulaufzeit.“ Und Christian Lamprechter, Country Manager für Deutschland und Österreich bei Intel schließt sich an: „Das Motorola RAZR i mit Intel Inside vereint die Vorzüge der hochperformanten Intel Architektur mit gleichzeitig ausgezeichneter Energieeffizienz, der Geräteinnovation von Motorola Mobility und der Android Plattform.

Laufen alle Apps?

Es sei das Ziel von Intel, hervorragende Technologien in überzeugende Vorteile und Erfahrungen für den Anwender umzumünzen, meint Lamprechter und nennt das Motorola RAZR i als Beweis dafür. Ob das allerdings auf ganzer Linie gelingen wird, ist noch unklar. Denn um unter Intels x86 Architektur zu laufen müssen Anwendungen speziell angepasst werden. Bei 500 der beliebtesten Apps hat Intel nach eigenen Angaben bereits eine Optimierung vorgenommen. Dies aber bei allen im Google Play Store verfügbaren Anwendung zu tun, wäre wohl eine Lebensaufgabe. Man darf also sehr gespannt sein, wie die Android Apps auf dem Motorola RAZR i laufen werden, zumindest die, die nicht gerade jeder auf dem Smartphone hat.

Interessanter Preis

Alles in allem haben Motorola und Intel ein sehr interessantes Gerät abgeliefert, auf das man richtig gespannt sein darf. Wie schon oben erwähnt reicht es nicht ganz für ein Top-Modell, dafür ist das Motorola RAZR i ein mehr als solides Mittelklasse-Smartphone, das unter anderem auch durch den Preis von 399,- Euro (UVP) für viele interessant werden dürfte. Das Motorola RAZR i ist in Schwarz ab Mitte Oktober bei BASE, o2, Phone House, Sparhandy.de und im Fachhandel erhältlich.

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