Motorola Razr Test: Abschließendes Fazit

Nachdem ich nun einige Wochen Gelgenheit hatte das Motorola Razr an seine Grenzen zu bringen, möchte ich meine Testreihe mit diesem Bericht nun zu einem umfassenden Abschluss bringen.

Stabilität der Hardware

Für den Alltagsgebrauch eignet sich das Razr super, es sind auch nach mehreren Wochen intensivster Nutzung kaum Gebrauchsspuren auf dem Gerät zu finden. Die Verarbeitung und die quailitativ hochwertig angepriesenen Materialien machen ihrem Namen also alle Ehren.

Technische Ausstattung

Der interne Speicher ist mit 16 GB für ein Smartphone dieser Preisklasse absolut angemessen und sollte im Normalfall ausreichen, ansonsten ist die Erweiterung durch eine separat zu erwerbende SD Karte möglich. Die Kamera hat für meine Schnappschüsse und Videos auch eine solide Leistung erbracht und die Bilder konnten sich durchaus sehen lassen auch auch der Ton der Videos war für meine Begriffe, zwar kein Wunder, aber mindestens genau so gut wie erwartet.

Probleme

Von dem Probleme der Laustärkeregelung bei Anrufen habe ich im letzten Artikel bereits erzählt und bisher auch keine vernünftige Lösung dafür gefunden. Weiterhin musste ich feststellen, dass 3 von 10 getesteten Kopfhörer oftmals nicht erkannt wurden, und somit ein Abspielen von Musik zur reinen Glückssache wird. Beim Einstecken eines Kopfhörers kommt es vor dass er nach kurzer Zeit als ausgezogen erkannt wird und die Wiedergabe gestoppt wird, obwohl der Kopfhörer weiterhin mit dem Gerät verbunden ist. Teilweise wurden die Kopfhörer gar nicht erkannt. Einen Wackelkontakt schließe ich dabei aus, da der Fehler nur bei einigen Kopfhörern reproduzierbar war.

Motorola Apps

Smart Actions

Eine von Motorola vorinstallierte App die ich hier noch kurz erwähnen möchte ist Smart Actions. Anhand von eingestellten Regeln ermöglicht diese App das Auslösen von bestimmten Aktionen. Dies hilft enorm dabei Akku zu sparen, so kann eine Regel lauten: Wenn Akku <35% UND Smartphone ist nicht am laden => Wi-Fi & Mobile Daten deaktivieren. Diese App hat mir viel Spaß bereitet und dabei geholfen enorm viel Akku einzusparen durch geschickt formulierte Regeln.

Allerdings steckt der Teufel auch hier im Detail denn bei mehreren Regeln die sich überschneiden (aber auch bei einzelnen) kommt es zu Problemen, zum Beispiel wenn die Regel mit Akku <35% arbeitet. Denn in dem Moment wo der Akkustand von 36% auf 35% sinken soll schaltet die Regel sich die ganze Zeit aus und wieder an. Ein Update wäre hier wünschenswert.

My Motorola

Motorola hat weiterhin eine eigene App für Musik und eine Bildergallerie installiert. Diese sind sehr umfangreich und sehr stark mit dem Internet verdrahtet. Leider führt dies zu einem erheblichen Verbrauch von mobilen Traffic. Ebenso die App "Social Networking", die aktuelle Statusänderungen in sozialen Netzwerken anzeigt. Mit 500 MB kommt man da nicht weit, alternativ bieten sich Apps an die eben keine stetige Internetverbindung nutzen oder eben das Deaktivieren der Hintergrunddaten (App-Updates müssen dann jedoch manuell ausgeführt werden).

Fazit

Die Hardware liefert in meinen Augen genau das was der Hersteller verspricht, bei der Software hingegen stecken viele Kinderkrankheiten im Verborgenen.  Man kann nur hoffen das Motorola mit dem Update auf Android 4.0 möglichst viele dieser Fehler behebt und damit die Nutzung komfortabler macht. Das Motorola Razr zählt sicher nicht zu meinen Favoriten unter den Smartphones aber ist auch nicht zu unterschätzen.