Motorola XOOM floppt?

Nicht nur Motorola selbst, sondern die ganze Android-Community hatte große Erwartungen in das Android 3.0 Tablet Motorola XOOM gesteckt. Nun veröffentlichte das Unternehmen zum ersten Mal entsprechende Verkaufszahlen - welche alles andere als rosig aussehen. Ist das Motorola XOOM ein Flopp?

Es sollte genau wie das iPad den Tablet-Markt revolutionieren. Android-Fanboys, aber auch die Fachpresse, sprachen von einem wahren iPad-Killer. Bereits vor kurzem berichteten wir, dass das Motorola XOOM mit Startschwierigkeiten zu kämpfen habe. Nun veröffentliche Motorola konkrete Zahlen zu den XOOM-Verkäufe in einem Geschäftsbericht.

Lediglich 250.000 Exemplare verkauft

Die ernüchternde Billanz: Lediglich 250.000 Mal konnte Motorola das Android 3.0 Tablet bislang absetzen. Das iPad 2 verkaufte sich alleine in den ersten Tagen mehr als doppelt so oft.

Bislang kam von seiten Motorola lediglich das Statement, man sei mit dem Verkaufsstart des XOOM zufrieden. Nun, zehn Wochen nach Erscheinen auf dem Markt sieht dies anders aus. Auch Motorola selbst kann nicht mehr leugnen, dass das Motorola XOOM hinter dem angestrebten Verkaufsziel von fünf Millionen Exemplaren zurückgeblieben ist.

Doch woran liegt das? Viele Kritiker behaupten, Android selbst könnte ein Grund sein. Denn bisweilen fehlen im Android Market noch viele optimierte HD-Apps, welche die höhere Auflösung eines Tablets gegenüber der Smartphones auch ausnutzen. Andere Stimmen meinen, die XOOM-Hardware nutzt die Performance von Android Honeycomb nicht ideal aus.

Verkaufsstart in Deutschland steht aus

In Deutschland steht der Verkaufsstart übrigens noch aus. Angeblich soll es das Android 3.0 Tablet bereits in wenigen Tagen geben - Amazon Deutschland nennt allerdings noch kein konkretes Verkaufsdatum.

Das Motorola XOOM wird es in Deutschland in zwei Varianten geben: Mit Wifi und 3G für 699,- und mit Wifi ohne 3G für 605,- Euro.