Motorola XOOM mit Startschwierigkeiten

Mit dem Motorola XOOM steht dem Konsumenten das erste Tablet mit der Android 3.0 - Version zur Verfügung. Die neuste Android-Version, welche speziell für Tablets optimiert ist, gilt als größte Hoffnung Googles im Kampf gegen das iPad von Apple.

Momentan dominiert der Platzhirsch iPad unangefochten die Tablet-Welt. Und laut der jüngsten Analyse der Deutschen Bank könnte das auch noch etwas länger so bleiben. Die Tablet-Hoffnung von Google, das Motorola XOOM mit Android 3.0, verkaufte sich bislang nämlich eher schleppend als gut. Seit dem Verkaufsstart des XOOM im Februar diesen Jahres sind mittlerweile 100.000 Geräte über die Ladentheke gegangen. Verglichen mit dem Apple-Pendanten, dem iPad 2, ist das eine mickrige Zahl; dieses verkaufte sich nämlich bereits am ersten Tag über 300.000 Mal.

Ist das Motorola XOOM zu teuer?

Der Hauptgrund, dass das XOOM ein Ladenhüter ist, dürfte schnell gefunden sein. Denn mit einem Verkaufspreis von 800,-$ (entspricht 550,- Euro) liegt es über dem iPad 2! Schließt man einen Zweijahresvertrag mit dem Mobilfunkanbieter Verizon ab, liegt der Preis immer noch bei 600,-$ (415,-€).

Zwar muss sich die Hardware des Motorola XOOM nicht vor der des iPad 2 verstecken, dennoch ist es wahrscheinlich, dass viele Käufer durch den hohen Preis abgeschreckt sind. Viele verbinden mit dem Namen Motorola nicht die selben Qualitätsfaktoren wie mit Geräten aus dem Hause Apple.

Europa-Start steht noch an

 

Motorola hat zum Europa-Start noch alle Zügel in der Hand. Wenn der Mobilgeräte-Hersteller am Preis noch etwas drehen kann und zudem die Vorteile des neuen Android 3.0 - Betriebssystems besser an den Mann bringt, könnte das Motorola XOOM dem iPad 2 gefährlich werden - zumindest in Europa.

Desweiteren ist das Motorola XOOM bei weitem nicht das letzte Android 3.0 - Tablet dieses Jahr. Die Geräte HTC Flyer, Samsung Galaxy Tab, LG G-Slate und viele weitere stehen bereits in den Startlöchern und warten darauf, Apples Dominanz zu verdrängen.