Mozilla: Microsoft verbreitet Unwahrheiten über den IE9

Der Internet Explorer 9 von Microsoft befindet sich bereits seit längerer Zeit in einer offenen Beta-Phase und soll in den nächsten Tagen offiziell zum Download bereit stehen. Von Mozilla, welche mit dem Browser Mozilla Firefox den stärksten Gegenspieler zum Internet Explorer parat halten, gibt es zum einen Lob für die Verbesserungen, zum anderen starke Kritik an den Marketing-Maßnahmen von Microsoft.

So lobt Mozilla-Sprecher Asa Dotzler die Entwickler von Microsoft und zollt ihnen Respekt für die vorgenommenen Änderungen am Internet Explorer. Ihnen sei es gelungen, den Browser von Microsoft grundlegend zu Restaurieren und eine Modernisierung durchzuführen.

Mit der Marketing-Abteilung aus Redmond ist er allerdings alles andere als zufrieden und wirft ihnen vor, gezielt Lügen zu verbreiten. Microsoft würde auf eine aggressive Art behaupten, dass der IE9 der einzige Browser ist, welcher eine "volle Hardwarebeschleunigung" nutze.

Dotzler stellt diese Aussage als unwahr und faktisch falsch dar, da der Mozilla Firefox quasi auf die selben Programmier-Schnittstellen zum Betriebssystem zurückgreift, wie auch der neueste Internet Explorer. Es handle sich also um eine quasi deckungsgleiche Performance der beiden Browser in diesem Segment.

Was ist die Hardwarebeschleunigung im Browser?

 

Die Hardwarebeschleunigung wurde in den neuesten Browsern eingeführt, um Inhalte noch schneller darzustellen. Bisher wurde beim Umwandeln der Web-Inhalte immer nur der Hauptprozessor (CPU) des Computers beansprucht. Da die Inhalte aber immer rechenintensiver werde und weitaus mehr Grafiken oder Filme zum Einsatz kommen als noch vor wenigen Jahren, hat man sich entschieden, auch die Rechenleistung der Grafikkarte in den Browser mit einzubeziehen.

Bislang funktioniert dies in folgenden Browsern: Google Chrome 9, Internet Explorer 9 und dem Mozilla Firefox 4.