Nacktfoto-Hack: Apple verstärkt Sicherheit der iCloud

Nach dem Leak von Tausenden Nacktfotos diverser US-Promis hatte Apple einen iCloud-Hack zunächst vehement dementiert und vielmehr von einem gezielten Angriff auf Benutzernamen und Passwörter der Stars gesprochen. In einem ungewohnt offenen Interview versprach Apple-Chef Tim Cook nun allerdings verbesserte Sicherheitsmaßnahmen.

"Wir wollen alles unternehmen, um unsere Kunden zu schützen, da wir darüber so schockiert wie sie waren, wenn nicht sogar noch mehr", sagte Apple-Chef Tim Cook dem Wall Street Journal in seinem ersten Interview nach dem großen Hackerangriff auf US-Stars wie Jennifer Lawrence, Kate Upton, Rihanna oder Kim Kardashian. Laut Cook wurden die Promi-Accounts entweder über richtig beantwortete Sicherheitsfragen bei der Passwort-Rücksetzung oder über einen Phishing-Angriff geknackt. Die Server der Kalifornier seien aber nicht gehackt worden.

iCloud soll mehr Sicherheitswarnungen bekommen

Tim Cook bestritt daher auch, dass Apple bei seinem Online-Speicherdienst iCloud zu nachlässig gewesen sei – vielmehr sei es eine Frage, wie man mit dem Dienst umgeht und seine eigenen Daten schützt. Für die Zukunft kündigte er dennoch verbesserte Sicherheitsmaßnahmen an. So sollen iCloud-Nutzer künftig sowohl per E-Mail als auch via Push-Nachricht informiert werden, wenn jemand das Passwort ändert, Daten aus der iCloud auf ein neues Gerät herunterlädt oder ein Gerät sich erstmals in den Account einloggt.

Zwei-Faktor-Authentifizierung soll ausgeweitet werden

Zudem will Apple seine Kunden in Zukunft auch stärker auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung aufmerksam machen, bei der das Passwort um einen dynamischen Pin erweitert wird. "Wenn ich mir dieses schreckliche Szenario mit etwas Abstand ansehe und mich frage, was wir besser hätten machen können, dann denke ich vor allem an die Bewusstseinsbildung", so Tim Cook. Apple ist kurz vor der Keynote am 9. September, bei der vermutlich das iPhone 6 und ein neues Bezahlsystem vorgestellt werden, mehr denn je auf das Vertrauen seiner Kunden angewiesen. So musste die Aktie der Kalifornier nach dem iCloud-Vorfall bereits deutliche Verluste hinnehmen.


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