Napa Valley-Erdbeben: Jawbone UP als "Seismograf"

So erlebten die Up-Träger das Napa-Erdbeben
So erlebten die Up-Träger das Napa-Erdbeben(© 2014 Jawbone)

Am gestrigen Sonntag hat gegen 3:00 Uhr früh ein mit 6.0 auf der Richterskala gemessenes Erdbeben den Bewohnern Nordkaliforniens einen ordentlichen Schrecken eingejagt und zu zahlreichen leichten Verletzungen und mittelschweren Zerstörungen in der Weinanbau-Region um Napa geführt. Glücklicherweise blieb es für die meisten Betroffenen lediglich bei einer gestörten Nachtruhe — die Ausmaße dieser hat Jawbone, seines Zeichens Hersteller des Fitnessarmbandes UP, über die Nutzerdaten ebenjenes Gadgets dokumentiert.

Ich habe gestern Morgen zunächst von dem Erdbeben in der Bay Area erfahren, weil ein Bekannter, der sich zurzeit in San Francisco aufhält, auf Facebook berichtete, nachts unschön geweckt worden zu sein (um es mal euphemistisch wiederzugeben) — damit gehört er zur der Hälfte der Einwohner der US-Metropole, der es ebenso ging: Denn wie eine Daten-Erhebung von Jawbone unter allen Trägern eines UP-Fitness- und Schlaftrackers ergeben hat, rüttelte das Beben mehr als 50 Prozent aller Nutzer des Gadgets in San Francisco aus dem Schlaf.

Deutlicher fallen diese Werte natürlich für die Regionen aus, die näher am Epizentrum wenige Meilen südwestlich von Napa liegen: In den Städten Napa, Sonoma, Vallejo und Fairfield sind beinahe alle UP-Träger aufgewacht und hatten dann verständlicherweise zu großen Teilen auch Probleme damit, wieder einzuschlafen — 45 Prozent derer, die vom Erdbeben geweckt wurden, haben laut Jawbone in dieser Nacht keine Ruhe mehr gefunden.

In Regionen, die 50 Meilen und weiter vom Epizentrum entfernt sind, wurden indes kaum gestörte UP-Träger registriert — hier waren die noch spürbaren Erschütterungen also so gering, dass sie nicht weiter schlafstörend wirkten.

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