"Nearby Friends": Facebook vermarktet Geo-Daten

Nearby Friends ist für Facebook eine weitere Quelle für Werbeeinnahmen.
Nearby Friends ist für Facebook eine weitere Quelle für Werbeeinnahmen.(© 2014 Facebook, CURVED Montage)

Mit der neuen "Nearby Friends"-Funktion speichert Facebook in Zukunft die Geo-Daten der Nutzer - sofern sie die Option genehmigt haben. Die Daten versucht das Unternehmen zu monetarisieren. 

Facebook speichert Verlauf

Facebook werde zwar die "Location-History" anfangs nicht zum zielgruppenspezifischen Ausliefern von Werbung nutzen. Es sei jedoch geplant, die Nutzerdaten langfristig zu vermarkten, kündigt eine Unternehmenssprecherin an.

Das Nearby-Feature lokalisiert Freunde in der Nähe eines Users. Die Funktion wird seit Freitag in der iOS-App ausgerollt. Facebook weist darauf hin, dass die "Location History" - der Standortverlauf - gespeichert wird, auch wenn die Anwendung nicht aktiv genutzt wird. Der Nutzer kann den Verlauf löschen und das Mittracken deaktivieren. Doch selbst wenn die History nicht aktiviert ist, die "Nearby Friends"-Funktion jedoch schon, speichert Facebook einen Teil der Geo-Daten.

Ortsbasiertes Targeting

Das Datenmaterial kann das Social Network vielfältig einsetzen. Neben dem Auffinden von Freunden kann der User auch ortsbasierte Nachrichten in seinem News Feed erhalten. Die Werbevermarktung ist da ebenso naheliegend. Ab wann Facebook die Informationen an Werbekunden verkauft, gab das in Menlo Park ansässige Unternehmen noch nicht bekannt. Präventiv beruhigt der Betreiber seine Nutzer: Wenn jemand seinen Standortverlauf löscht, werden die Daten so rasch wie möglich aus dem System entfernt und nicht mehr verwendet, heißt es.


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