Netflix soll 80 "Originals"-Filme für 2018 planen

Netflix plant für 2018 günstige Indie-Filme und teure Blockbuster
Netflix plant für 2018 günstige Indie-Filme und teure Blockbuster(© 2014 Netflix)

Netflix wird in Zukunft offenbar noch stärker auf Eigenproduktionen setzen – und zwar nicht nur im Serienbereich, sondern auch bei Filmen. Insgesamt 80 davon will der Streaming-Dienst 2018 wohl veröffentlichen. Damit würde das Unternehmen sein derzeitiges Pensum deutlich übertreffen.

Laut Variety hat Netflix bei der Präsentation aktueller Geschäftszahlen Investoren über die ambitionierten Pläne informiert. Bei den angesprochenen Produktionen soll es sich um Filme unterschiedlichster Größenordnung handeln – vom günstigen Indie-Streifen bis hin zu teuren Blockbustern wie "Bright". Der noch Ende Dezember 2017 erscheinende Actionfilm mit Will Smith soll 90 Millionen Dollar gekostet haben.

Netflix macht Hollywood Konkurrenz

Das soll aber erst der Anfang sein. "Bright" würde zeigen, dass Filme für den Streaming-Dienst in derselben "enormen Größenordnung machbar" seien wie Serien, meinte Ted Sarandos, der bei Netflix für die Produktion von Inhalten verantwortlich ist. Als weiteres Beispiel dafür nannte er "The Irishman", einen Gangsterfilm von Martin Scorcese, in dem Robert DeNiro mitspielen wird – veranschlagte Kosten: über 100 Millionen Dollar.

Gegenüber den Investoren soll Netflix angekündigt haben, 2018 sieben bis acht Milliarden US-Dollar für die Produktion von Filmen und Serien ausgeben zu wollen – zwei Milliarden mehr als in diesem Jahr und eine Milliarde mehr als ursprünglich geplant. Die Korrektur stehe allerdings keinesfalls im Zusammenhang mit den jüngsten Preiserhöhungen, versicherte CFO David Wells.

Mit der Filmoffensive tritt Netflix endgültig in direkte Konkurrenz zu den großen Hollywood-Studios – sowohl, was die Auswahl der Darsteller angeht, als auch hinsichtlich des Investitionsvolumens. Neue Inhalte kann der Streaming-Dienst gut gebrauchen, nachdem Disney angekündigt hat, Netflix ab 2019 keine Filme mehr zur Verfügung zu stellen. Ted Sarandos sieht das offenbar gelassen: "Wir müsse uns nur darauf konzentrieren, Inhalte zu kreieren, ohne die unsere Nutzer nicht leben können", sagte er in diesem Zusammenhang.


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