Neue Sicherheitsfunktionen in Android 4.2

Hiroshi Lockheimer, seines Zeichens Vizepräsident Android-Entwicklung bei Google, äußerte sich gegenüber dem englischsprachigen Magazin Computerworld zu den neuen Sicherheits-Features in Android 4.2.

Virenscanner für potentiell gefährliche Apps

Bislang wurden lediglich die Anwendungen, welche sich im hauseigenen Google Play Store befanden, auf Malware oder Viren untersucht. Häufig würden sich Nutzer aber auch Apps aus externen Quellen, wie anderen Stores oder von Webseiten, herunterladen (Sideloading). Vermehrt kam es in der Vergangenheit zu Sicherheitsproblemen durch diese Apps.


In Zukunft werden auf Wunsch auch externe Apps vor Installation auf Sicherheitslücken überprüft. Dazu gleicht Android die jeweilige Anwendung mit dem Play Store ab, um zu überprüfen, ob diese sowieso bereits im Market verfügbar ist. Des Weiteren scannt Google ebenfalls das Netz nach frei verfügbareren .apk-Installationsdateien, überprüft diese und speichert das Ergebnis in einer Datenbank.


Dabei werden die Android-Programme in drei Kategorien eingestuft: sicher, geringfügig verdächtig und gefährlich. Wenn die zu installierende externe App als potential gefährlich eingestuft wird, bricht die Installation automatisch ab. Bei lediglich verdächtigen Anwendungen kann der Nutzer selbst entscheiden, ob er die Installation fortführen oder abbrechen möchte.

Bildquelle: computerworld.com

Kostenpflichtige SMS sollen unterbunden werden

Ein weiteres Sicherheits-Feature aus Android 4.2 Jelly Bean bekämpft ein Betrugsmodell, dass hierzulande noch gar nicht richtig bekannt ist. Im Ausland existieren Malware-Apps, welche automatisch SMS an Sonderrufnummern versenden. Diese Premium-SMS sind besonders kostspielig für den Nutzer, der meistens sogar gar nichts vom Versenden einer SMS mitbekommt.


Ein französischer Hacker soll auf diesem Weg bereits 500.000 Euro erbeutet haben, in dem er fast 20.000 Personen eine Malware-App untergeschoben hat.