Neuer Besitzer für Napster

Die etwas Älteren unter uns kennen Napster noch als Tauschbörse für Musikdateien. Napster war die erste große Tauschbörse dieser Art und hatte 80 Millionen User. Aufgrund rechtlicher Probleme wurde Napster im Jahr 2001 zunächst eingestellt. Inzwischen ist es ein Musik-Streaming-Dienst, bei dem man beispielsweise MP3s kaufen oder mit einer Flatrate unbegrenzt Musik auf die Stereoanlage, den PC oder das Handy streamen kann.

Nun wechselt Napster den Besitzer. Zuerst hatte nach der Abschaltung der Tauschbörse die Firma Roxio Napster übernommen und in einen legalen Abo-Dienst umgewandelt. 2008 kaufte die amerikanische Elektronik-Kette Best Buy die einstige illegale Tauschbörse für rund 120 Millionen Dollar (rund 91 Millionen Euro).

Doch wie es scheint hat die Reise von Napster noch kein Ende gefunden. Denn auch Best Buy hat den Musik Streaming-Dienst wieder verkauft. Käufer diesmal ist der Napster Konkurrent Rhapsody. Welche Summe Rhapsody für Napster auf den Tisch legen soll, ist nicht bekannt. Der Deal soll bis Ende November in trockenen Tüchern sein. Best Buy behält Medienberichten zufolge einen Minderheitsanteil an Napster.

Rhapsody hat derzeit rund 800.000 Nutzer, die Zugang zu über 13 Millionen Musiktiteln via Computer, Stereoanlage, Fernseher, MP3-Player oder Smartphone haben. Das Abo bei Rhapsody ist ab 10 Dollar (knapp €7,50) monatlich zu haben. Napster hat geschätzte 400.000 bis 500.000 Nutzer. Rhapsody will mit dem Kauf von Napster gegenüber der Konkurrenz wie beispielsweise Spotiy, Rdio oder MOG besser aufgestellt sein.