Neues Amazon Fire HD 10: Alexa macht dieses Tablet zum Echo

Alexa hört auf dem Fire HD 10 aufs Wort.
Alexa hört auf dem Fire HD 10 aufs Wort.(© 2017 Amazon)

Amazon frischt das Fire HD 10 auf. Es kommt mit verbesserter Hardware. Der wahre Star ist aber die KI Alexa. Durch sie wird das Tablet zum Echo.

Wenn Amazon in den letzten Jahren neue Fire-Geräte vorgestellt hat, dann ging es dabei meistens um simple Hardware-Upgrades. Ein bisschen schneller, etwas mehr Speicher, das Übliche eben. Im Prinzip trifft das auch auf das neue Fire HD 10 zu. Das verbesserte Innenleben wird aber durch die Software zur Nebensache. Denn das Tablet unterstützt wie die Echo-Laustprecher "Alexa hands free". Übersetzt: Ihr könnt die smarte Assistentin über die üblichen Wakewords (je nach Einstellung "Alexa", "Amazon" oder "Computer") wecken, ohne einen Button oder ähnliches drücken zu müssen.

Die Hardware wird besser, Alexa zum Star

Anders als in den Echo-Geräten kommen dafür allerdings keine sieben Mikrofone zum Einsatz, sondern nur eines. Das soll Euch in einer ruhigen Umgebung immerhin in einer Entfernung von bis zu drei Metern einwandfrei verstehen. Wie beim Echo Show oder dem Fire TV Stick mit Alexa wird das Display des Fire HD 10 bei der Benutzung von Vorteil. Denn Sprachbefehle setzte Alexa auch optisch um. Fragt Ihr zum Beispiel nach dem Wetterbericht, zeigt Euch die Assistentin einen Wetterbericht für die nächsten Tage an. Darüber hinaus könnt Ihr per Stimme auch Funktionen des Tablets steuern. Das funktioniert einmal bei vorinstallierten Apps wie Prime Video, aber auch simple Begriffe wie „Zurück auf den Homescreen“ kann die KI umsetzen.

Das klingt vielversprechend, bringt aber auch einen Nachteil mit sich: Zum Markstart wird Alexa nicht zur Verfügung stehen. Amazon verspricht aber, die Hands-free-Funktion noch im Laufe des Jahres 2017 nachzurüsten. Dann soll Alexa auch auf alle anderen Fire-Tablets kommen. Auf den älteren Modellen hört der Assistent allerdings nicht auf Zurufe. Stattdessen müsst Ihr die Home-Taste gedrückt halten.

Optisch bleibt das Amazon Fire HD10 unverändert.

Ein günstiges Tablet mit Nachteilen

Wie erwähnt, hat Amazon auch an der Hardware gearbeitet. So löst der 10,1-Zoll-Screen nun endlich in Full HD und nicht mehr nur mit 1280 x 720 Pixeln auf. Das Bild wirkte dadurch auf einer Pressevorführung deutlich schärfer. Außerdem verdoppelt Amazon Arbeitsspeicher und Speicher: Statt 1 Gigabyte und 16 GB gibt es jetzt 2 GB und 32 GB. Per microSD-Karte könnt Ihr zusätzliche 256 GB Speicher nachrüsten. Auch der Prozessor soll nun schneller arbeiten. Die Taktrate erhöht der Versender zumindest von 1,5 auf 1,8 Gigahertz. Ein Modell wurde nicht genannt.

Besonders Prime-Kunden profitieren natürlich von dem Gerät, da es wie üblich auf Amazon-Dienste wie Prime Video, Kindle und Amazon Music zurechtgeschnitten ist. Dazu trägt auch die Software bei, über die Ihr ganz einfach durch Eure Kindle-Bibliothek, Eure Videothek oder Euren Cloud-Speicher navigiert. Über den Amazon-eigenen App-Store könnt Ihr außerdem weitere Apps installieren. Der Nachteil: Zwar basiert das System auf Android, Ihr habt aber keinen Zugriff auf den Play Store. Viele Apps, wie YouTube, müssen draußen bleiben.

Dafür will Amazon einmal mehr mit dem Preis überzeugen: Der liegt für Prime-Mitglieder bei rund 160 Euro Euro. Damit ist das Tablet deutlich günstiger als die ältere Version das Fire HD 10 (UVP: 199,99 Euro). Nicht Prime-Kunden, die das Tablet trotzdem benutzen möchten, zahlen rund 180 Euro. Dazu bietet Amazon noch eine Variante mit 64 GB Speicher an. Die liegt bei 189,99 Euro für Prime- und 209,99 Euro für nicht Prime-Kunden.

Bestellen könnt Ihr das Fire HD 10 bereits ab heute. Die Auslieferung beginnt zum 11. Oktober 2017.


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