Neues Flaggschiff aus Japan: Sony Xperia Z

Viel wurde im Vorfeld geredet über das Sony Xperia Z, das neue Flaggschiff aus Japan. Letzte Woche tauchte auf den Servern von Sony ein Pressebild des Xperia Z auf, das die Gerüchte noch mehr ins Rollen brachte. Jetzt hat Sony das neue Top-Modell auf einer Pressekonferenz am Vorabend der Eröffnung der CES in Las Vegas offiziell vorgestellt.

Die meisten technischen Daten des Sony Xperia Z wurden bereits vor der Präsentation genannt und stimmen auch tatsächlich mit der Realität überein. Die eine oder andere Überraschung gab es aber doch, die das Xperia Z zu einem echten Top-Modell macht und es von der Konkurrenz abhebt.

Kratzfestes Full HD-Display mit Mobile Bravia Engine

Das Sony Xperia Z bekommt ein kratzfestes Display mit 5 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln – Full HD also. Mit einer Pixeldichte von 443 ppi braucht es sich vor anderen Smartphones ganz sicher nicht zu verstecken. Außerdem kommt, wie bei Sony üblich, die Mobile Bravia Engine, die man aus den TV-Geräten der Japaner kennt, in der zweiten Version zum Einsatz.

In den Farben schwarz, weiß und lila wird das Sony Xperia Z zu haben sein. (Bild: Sony)

Kleiner Wermutstropfen: Android 4.1 Jelly Bean

Als Betriebssystem läuft Android 4.1 Jelly Bean auf dem Xperia Z, ein Update auf Android 4.2 wurde bereits angekündigt. Das ist dann auch wirklich das einzige Manko, das man dem neuesten Mitglied der Xperia-Reihe ankreiden kann – Sony hätte hier durchaus auch schon auf die neueste Android-Version setzen können und den Nutzern somit das Warten auf ein Update sowie sich selbst die Arbeit mit dem Update erspart. Über das Betriebssystem legt Sony die eigene Sony UI.

Sony Xperia Z: Leistungsfähig, staubfest und wasserdicht

Angetrieben wird das Sony Xperia Z von Qualcomms Snapdragon S2 Pro, einem mit 1,5 GHz getakteten Quadcore-Prozessor. Ihm stehen die Adreno 320 GPU und 2 GB RAM zur Seite. Der interne Speicher beträgt 16 GB, kann aber mittels einer MicroSD-Karte um bis zu 64 GB erweitert werden – ausreichend Platz also für Fotos, Musik, Spiele, Videos etc. Außerdem ist das Sony nach IP55 und IP57 zertifiziert, ist also gegen Staub und Wasser geschützt, was es von anderen High End-Modellen klar unterscheidet. Für viele dürfte genau das ein Kaufkriterium sein.

Bis zu 30 Minuten hält das Xperia Z in bis zu 1,5 Metern Wassertiefe durch. (Bild: Sony)

Kamera für HDR-Aufnahmen

An der Rückseite des Xperia Z sitzt eine 13 MP Kamera mit Autofokus und LED-Blitz. Dank Schnellstart-Modus können Fotos aus dem Standby-Modus heraus in weniger als einer Sekunde aufgenommen werden. Außerdem verfügt das Xperia Z über Sonys Exmor RS Sensor, der auch HDR-Aufnahmen ermöglicht. Videos nimmt das Sony-Flaggschiff mit bis zu 1.080p auf. An der Vorderseite befindet sich eine 2 MP Kamera für Videotelefonie.

Außerdem beherrscht das Sony Xperia Z LTE, WLAN, Bluetooth 4.0, NFC, aGPS und DLNA sowie MHL. Der Akku hat eine Kapazität von 2.330 mAh und soll für bis zu 530 Stunden Standby (UMTS) bzw. 14 Stunden Gesprächsdauer reichen. Voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2013 kommt das Sony Xperia Z in den Farben schwarz, weiß und lila auf den Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt bei 649,- Euro.

Anwärter auf den Smartphone-Thron 2013

Erste Berichte zum Sony Xperia Z fallen durchaus positiv aus. Es macht den Anschein, dass sich Sony mit dem Xperia Z ein rundum gelungenes Smartphone ausgedacht hat, das das Zeug hat, zu den Top-Modellen 2013 zu gehören. Wenn die Japaner es jetzt noch schaffen, Android 4.2 zeitnah an den Mann bzw. das Smartphone zu bringen, dann gibt es zwei erhobene Daumen für das Xperia Z.

Auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich: Das Sony Xperia ZL. (Bild: Sony)

Sony Xperia ZL: Nicht für Deutschland bestimmt

Zusammen mit dem Sony Xperia Z wurde auch der kleine Bruder, das Sony Xperia ZL vorgestellt. Die technische Ausstattung ist weitgehend gleich, lediglich auf die Zertifizierung nach IP55 und IP57 muss das Xperia ZL verzichten. Außerdem ist es etwas dicker und schwerer, aber auch etwas kleiner und hat eine Rückseite aus Plastik. Allerdings soll es nach Angaben von Sony in Deutschland nicht auf den Markt kommen.