News von der IFA: Interview mit Withings

Withings gehört zu den Anbietern von Fitness- und Gesundheits-Gadgets. Wir haben das Unternehmen bei der IFA besucht und ein Interview mit  Thomas Vuchot geführt.

Stellen sie sich doch bitte ersteinmal vor, was ist ihre Position bei Withings?
Ich bin Produktmanager bei Withings und Experte für „Personal Health“.

Woher kam die Idee den Withings Pulse zu kreieren?
Unser erstes Produkt war die Withings Waage – eine Waage die automatisch das Gewicht und auch andere Werte – an eine App, bzw. in die Cloud überträgt. Darauf folgte ein ebenso vernetzter Blutdruckmesser. Ein Fitnesstracker lag für uns da auf der Hand, da er gut zu unserem bestehenden Quantified Self Portfolio passt.

Das Alleinstellungsmerkmal des Withings Pulse ist – wie der Name bereits verrät – der eingebaute Pulsemesser, wie ist man auf die Idee gekommen diese Funktion zu implementieren?
Seine tägliche Aktivität messen zu können ist zwar bereits gut, gleichzeitig den Puls erfassen zu können gibt jedoch ein noch besseres Bild von der eigenen Fitness. Ein aktiver Mensch, der über einen längeren Zeitraum nach dem Sport seinen Puls misst, sieht so wie er von Tag zu Tag immer fitter wird, da der Puls immer geringer wird.

Momentan trägt man den Withings Pulse in der Hosentasche oder angesteckt im Hemd, nur nachts um den Schlaf zu überwachen, trägt man ihn am Arm. Wird es in Zukunft auch einen Modus geben den Pulse immer am Arm zu tragen?
So etwas ist momentan nicht geplant. Unserer Meinung nach möchte ein Großteil unserer Kunden nicht damit angeben dass sie ihre Aktivitäten tracken. Deswegen halten wir die diskrete Nutzung in der Hosentasche für am besten.

Arbeitet man daran andere Sportarten zu unterstützen, sodass beispielsweise die Zeit in der man Fahrrad fährt erfasst werden kann?
Bei Withings interessieren wir uns für alle Arten des Activity Tracking, momentan konzentrieren wir uns jedoch darauf einen möglichst genauen Tracker für das Laufen zu liefern. Neben den Schritten erfasst der Withings Pulse beispielsweise bereits die Zeit in der man gerannt ist, sowie die Strecke die man zurückgelegt hat und dies vor allem sehr präzise!

Bei meinem Test des Withings Pulse ist mir bei einem Vergleich mit Google Maps aufgefallen, dass die kalkulierte zurückgelegte Strecke tatsächlich sehr genau ist. Einzig beim Messen der absolvierten Höhenmeter war der Withings Pulse ungenau.
Die Genauigkeit der Messung hängt von vielen Faktoren ab, aber ja wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unserer Produkte (Anm. d. Red.: tatsächlich erschienen in meinem Testzeitraum von wenigen Wochen bereits zwei Updates, mit echtem Mehrwert) und dazu gehört auch die Messung der Höhenmeter genauer zu machen.

Quantified Self beschränkt sich mittlerweile ja nichtmehr nur auf Menschen, selbst Haustiere werden getrackt – können wir in naher Zukunft mit einem Withings Dogs rechnen?
(Lacht) Wir glauben das es noch genug Herausforderungen im „menschlichen Bereich“ gibt und wir in dem Bereich viele neue Ideen, sodass wir erst einmal beschäftigt sein werden.

Wird der Withings Pulse zukünftig die Nutzer nicht nur durch den Vergleich, z.B. innerhalb der Familie motivieren, sondern auch mehr Gameification anbieten?
Dazu kann ich leider noch nichts sagen, ich kann aber versprechen das wir daran arbeiten die Interaktion schon sehr bald durch verschiedene neue Features und Funktionen aufwerten werden!

Herzlichen Dank für das Interview und den Einblick in die Entwicklungen!