Nexus 6, Galaxy Note 4 und Ascend Mate 7 im Vergleich

Mit dem Nexus 6 und dem Samsung Galaxy Note 4 gibt es zwei neue Phablet-Platzhirsche. CURVED vergleicht die beiden großen Android-Smartphones und stellt ihnen den Geheimtipp Ascend Mate 7 von Huawei an die Seite.

Display: groß, größer, am größten

Das Samsung Galaxy Note 4 hat mit einer Diagonalen von 5,7 Zoll das kleinste Display in diesem Vergleich. Sein Super AMOLED-Display bietet eine Quad-HD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Beim Nexus 6 verteilt sich die gleiche Zahl an Pixeln über ein 5,96 Zoll großes AMOLED-Display - was immer noch für eine Pixeldichte von 493 ppi reicht. Für den Schutz ist Gorilla Glass 3 verbaut.

Den größten Touchscreen hat das Ascend Mate 7, wobei das IPS-Neo-Display "nur" eine Full-HD-Auflösung bietet. Im Vergleich zum Note 4 wirken die Farben allerdings natürlich und weniger "knallig". Unterschiede bei der Schärfe sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Eher noch scheint es so, als sei die kleinere Pixelzahl schärfer.

Gehäuse: Kunststoff oder Metall?

Wer ein Phablet mit Metallgehäuse haben will, kommt am 185 Gramm schweren Huawei Ascend Mate 7 nicht vorbei. Das mit 184 Gramm fast genauso schwere Nexus 6 und das mit 176 Gramm etwas leichtere Galaxy Note 4 bieten Euch jeweils ein Kunststoffgehäuse mit Aluminium-Rahmen. Das Google-Smartphone von Motorola ist mit 159,26 x 82,98 x 10,06 Millimetern der "dicke Klopper" in diesem Vergleich. Das Galaxy Note 4 hat mit 153,5 x 78,6 x 8,5 Millimetern die kleinste Fläche. Das Ascend Mate 7 ist mit 157 x 81 x 7,9 Millimetern hingegen am dünnsten.

Kamera: Optischer Bildstabilisator als Trumpf

Das Nexus 6 und das Note 4 verfügen beide über einen optischen Bildstabilisator und nehmen Videos in 4K-Auflösung auf. Bei Samsung erwarten Euch 16 Megapixel und eine LED-Leuchte, bei Motorola 13 Megapixel und ein Ringblitz - wie beim Moto X. Das Mate 7 liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixeln und hellt sie bei Bedarf mit einer LED-Leuchte auf. Bei der Selfie-Kamera auf der Vorderseite bietet wie das Nexus 6 nur eine Auflösung von zwei Megapixeln. Beim Note 4 knipst Ihr Selbstporträts mit 3,7 Megapixeln, beim Mate 7 sogar mit fünf Megapixeln.

Hardware: 4-4-8

Motorola und Samsung bauen in das Nexus 6 und das Galaxy Note 4 mit dem Snapdragon 805 den gleichen Prozessor ein: Er verfügt über vier Rechenkerne und eine Taktfrequenz von 2,7 Gigahertz. Ihm zur Seite stehen drei Gigabyte Arbeitsspeicher. Beim Ascend Mate 7 hält Huawei dagegen zwei Gigabyte RAM für ausreichend und setzt auf den Kirin 925-Chip von HiSilicon. Von dessen acht Rechenkernen sind vier mit 1,8 und vier mit 1,3 Gigahertz getaktet. Sorgen über zu wenig Leistung müsst Ihr Euch bei keinem der Phablets machen. Alle befinden sich auf einem ähnlich hohen Niveau.

Software: Lollipop und Kitkat

Mit dem Nexus 6 erhaltet Ihr direkt das neue Android 5.0 Lollipop und auch in Zukunft immer die neueste Version von Googles Betriebssystem mit der "reinen" Benutzeroberfläche. Sowohl Samsung als auch Huawei installieren auf dem Note 4 und dem Mate 7 ab Werk Android 4.4 Kitkat und verpassen ihm ihre hauseigenen Benutzeroberflächen und zusätzliche Apps. Die zusätzlichen Anwendungen sind allerdings nur in den seltensten Fällen wirklich brauchbar. Die Gestaltung der Oberflächen ist Geschmackssache. Da die Geräte frisch auf dem Markt sind, ist ihnen das Update auf Lollipop so gut wie sicher - und das hoffentlich möglichst schnell.

Speicher: Erweitern oder nicht - das ist hier die Frage

Beim Nexus 6 habt Ihr die Wahl zwischen zwei Modellen mit 32 oder 64 Gigabyte internem Speicher, der sich nicht erweitern lässt. Beim Note 4 und Mate 7 könnt Ihr dagegen die Kapazität mit einer microSD-Karte erhöhen - um 128 Gigabyte beim Galaxy und 32 Gigabyte beim Ascend. Während Samsung Euch 32 Gigabyte Speicherplatz bietet, müsst Ihr bei Huawei mit 16 Gigabyte zurechtkommen. Das dürfte den meisten Nutzern gelingen, aber auch für viele doch zu wenig sein.

Akku: Die Schwachstelle

Akkus sollen klein sein, aber über genug Kapazität verfügen, um das Handy wenigstens über den Tag zu bringen. Gleichzeitig verlangen trotz aller Energiesparbemühungen die modernen Smartphones nach immer mehr Energie. Der Akku des Nexus 6 verfügt über eine Kapazität von 3220 Milliamperestunden und reicht nach Herstellerangaben für bis zu zehn Stunden Surfvergnügen und 24 Stunden lange Telefonate aus. Das Note 4 bietet die gleiche Kapazität und hält beim LTE-Surfen nach Angaben von Samsung elf Stunden lang durch - beim Telefonieren allerdings nur 20 Stunden. Dafür lässt sich der Akku beim Galaxy austauschen. Das Mate 7 hat mit 4.100 Milliamperestunden die mit Abstand größte Batterie.

Sonstiges: Frontlautsprecher, Fingerabdrucksensoren und der S Pen

Von der übrigen Ausstattung sind beim Nexus 6 noch die Lautsprecher auf der Vorderseite erwähnenswert. Beim Mate 7 und dem Note 4 sollen Fingerabdrucksensor für mehr Sicherheit sorgen und Samsung legt seinem Phablet wie schon bei den Vorgängern einen Stylus bei, der ganz neue Arten der Bedienung ermöglicht.

Das Huawei Ascend Mate 7 und das Samsung Galaxy Note 4 sind bereits zum Test in der Redaktion eingetroffen - das Nexus 6 folgt demnächst. Bei den Preisen sind deutliche Unterschiede zu erkennen. Während Samsung für das Note 4 769 Euro verlangt, erhaltet Ihr das Ascend Mate 7 von Huawei bereits für 499 Euro. Für das Nexus 6 gibt es dagegen noch keine unverbindliche Preisempfehlung für Deutschland. In den USA bietet es das Mobilfunkunternehmen Verzion für 649 Dollar an, hierzulande könnte die 32 GB-Version ab November für 569 Euro den Besitzer wechseln. Erfahrungsgemäß sinken die Preise der Android-Geräte - von den Nexus-Modellen abgesehen - nach dem Verkaufsstart noch, so dass Ihr in den seltensten Fällen die volle unverbindliche Preisempfehlung bezahlt.


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